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Mehr als 20 heimische Muschelarten in den Flüssen und Bächern

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lhe
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Hessen. Wer Muscheln nur im Meer vermutet, der irrt. In Hessens Flüssen und Bächen konnten laut Tanja Berg vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) bislang 27 heimische Muschelarten nachgewiesen werden. "Hiervon gelten jedoch zwischenzeitlich mindestens drei Arten als ausgestorben beziehungsweise verschollen", sagt die Diplom-Biologin.

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Neben 18 Kleinmuschelarten gebe es aktuell noch Nachweise von sechs Großmuschelarten. Sie alle sind Berg zufolge auf der Roten Liste gefährdeter Schnecken und Muscheln Hessens zu finden. "Bis auf die Bachmuschel stehen alle Großmuscheln zudem über die Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz."

Gefährdet seien sie zum einen durch Wasserverschmutzung und Überdüngung und zum anderen durch die Zerstörung der Lebensräume durch Gewässerverbau wie Begradigungen und Uferverbau. Zudem seien die Großmuscheln zur Vermehrung auf bestimmte Fischarten in ihrer Umgebung angewiesen, da ihre Larven einige Zeit parasitisch in Fischkiemen leben.

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