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LKA: Pro Jahr bis zu 20 Verdachtsfälle von Raubgrabungen

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dpa
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Wiesbaden. Dem hessischen Landeskriminalamt (LKA) werden jährlich etwa 15 bis 20 Verdachtsfälle von Plünderungen an archäologischen Grabungsstätten gemeldet. "Das Dunkelfeld wird dabei sehr viel höher sein, denn: Plünderungen und deren Spuren werden seitens der Grundeigentümer oder Pächter selten gemeldet, da diese nicht regelmäßig im Gelände sind oder die Spuren als solche gar nicht erkennen", teilte Eckhard Laufer, Koordinator für Kulturgüterschutz bei der Zentralstelle für Kriminal- und Verkehrsprävention des LKA, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Zumeist blieben die Täter unbekannt und die Taten damit ungeklärt. Erst kürzlich hatten mutmaßliche Plünderungen an einer Grabungsstätte in Rodenbach für Schlagzeilen gesorgt.

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Dort waren Archäologen bei Voruntersuchungen für ein Baugebiet nach Angaben der leitenden Archäologin, Elisabeth Faulstich-Schilling, auf Hinweise für eine bronzezeitliche Siedlung mit Gräberfeld gestoßen. Noch bevor die Metall-, Keramik- und Knochenfunde geborgen und gesichert werden konnten, hatten Unbekannte nach ihren Worten dort mehrfach gegraben, Relikte mitgenommen und die Grabungsstätte zerstört.

Nicht genehmigte Nachforschungen nach Kulturgütern könnten nach dem hessischen Denkmalschutzgesetz mit Bußgeldern bis zu 25 000 Euro geahndet werden, wie Laufer erläuterte. "Die dabei gemachten Funde sind mit ihrer Entdeckung automatisch Landeseigentum - unabhängig vom materiellen und wissenschaftlichen Wert." Würden diese Funde nicht gemeldet und behalten, könnten Geld- oder Freiheitsstrafen die Folge sein, da damit eine Unterschlagung - gegebenenfalls auch ein Diebstahl - zum Nachteil des Landes Hessen begangen werde.

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