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Energiewende - Aktionsbündnis lädt für Samstag zu einer Tour entlang der Bergstraße ein / Verkehrswende und Flächenschutz

Kundgebung auf dem Fahrradsattel entlang der Bergstraße

Von 
red
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Bergstraße. Der Kreisverband Bergstraße im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist auf eine Fahrrad-Demonstration hin, bei der sich die Akteure mit den Themen Energiewende/Verkehrswende und Flächenschutz beschäftigen.

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Wie Claudia Dirr schreibt, findet die Demo morgen (Samstag) statt. Sie wird in Kooperation der BUND-Kreisverbände Bergstraße sowie Darmstadt-Dieburg mit Unterstützung des Regionalen Bauernverbands Starkenburg, des Nabu Bergstraße, des ADFC Bergstraße, des Klimabündnisses Bergstraße und dem Netzwerk Bergstraße Mobil veranstaltet.

Die Demo beginnt um 11 Uhr in Heppenheim (Am Graben). Die Teilnehmer fahren von Heppenheim nach Bickenbach und wieder nach Heppenheim zurück. Dort findet um 14 Uhr am Stadtpark, gegenüber der Martin-Buber-Schule, die Abschlusskundgebung statt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Volksbegehren „Verkehrswende Hessen“ mit einer Unterschrift zu unterstützen.

Im Vorfeld der Demonstration wendet sich der BUND in einem offenen Brief an die Bergsträßer Bürgermeister Rainer Burelbach (Heppenheim), Christine Klein (Bensheim) und Holger Habich (Zwingenberg), in dem deutlich mehr Einsatz der Politik auf allen Ebenen im Kampf gegen den Klimawandel eingefordert wird.

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Unter anderem zitiert der BUND Bundespräsident Steinmeier aus seiner Rede bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises vor wenigen Tagen: „Die Folgen des Klimawandels sind auch bei uns in Europa angekommen. Sie sind sichtbar, schmerzhaft spürbar, sie treffen uns alle. Und sie werden zukünftige Generationen umso brutaler treffen, je weniger wir jetzt tun. Wir müssen jetzt handeln, wir müssen schneller, wir müssen entschlossener handeln. Wenn wir nicht konsequent umsteuern, würden wir die Lebensbedingungen auf unserem Planeten unwiederbringlich zerstören.“

Die Maßnahmen und Rezepte, um die Klimaerwärmung und das dramatische Artensterben zu stoppen und die für die Menschheit überlebensnotwendige Biodiversität zu erhalten, seien seit Jahrzehnten bekannt, so der BUND Bergstraße weiter. „Doch immer noch verschwinden jeden Tag unwiederbringlich weltweit circa 150 Tier- und Pflanzenarten, unter anderem durch Übernutzung und Flächenversiegelung“, heißt es in dem Brief an die Rathauschefs. Fachwelt und Wissenschaft seien sich einig, dass das 1,5-Grad- Ziel bis 2030 nur noch zu erreichen sei, „wenn ein sofortiges Umdenken und, damit einhergehend, ein grundlegend anderes Handeln in der Politik und Wirtschaft stattfinden. Wenn die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden und Einzug in den Städten und Dörfern halten und der Energiebedarf der Bevölkerung sich halbiert. Wenn kein Stück Acker mehr verbaut wird, um unter anderem auch das weitere Absinken des Grundwasserspiegels zu verhindern und damit unter anderem das Sterben der Wälder zu stoppen.“

Der BUND Bergstraße bitte die (Kreis-)Politik, sich „dieser existentiellen Mammutaufgabe anzunehmen, diese jetzt beherzt anzugehen und bietet gleichzeitig an, wo und wann immer es geht, dabei zu helfen. Die Zeit der halbherzigen Maßnahmen und Lippenbekenntnisse muss vorbei sein. Das sind wir uns selbst und nachfolgenden Generationen schuldig.“ red

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