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Korruptionsaffäre um Reinigung von Schulen - zwei Anklagen erhoben

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dpa
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Frankfurt/Main. In der Korruptionsaffäre um die Reinigung von Frankfurter Schulen sind zwei Anklagen erhoben worden. Dem 50-jährigen Geschäftsführer eines Unternehmens für Gebäudereinigung werde gewerbsmäßige Bestechung vorgeworfen, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Er soll in 28 Fällen einen 44-Jährigen bestochen haben, der seit September 2018 bei der Stadt Frankfurt für die Organisation und Koordination von Schulreinigungen zuständig gewesen sei. Dieser Mann wurde nun wegen gewerbsmäßiger und fortgesetzter Bestechlichkeit angeklagt.

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Die Gegenleistung bestand den Angaben zufolge aus Bargeld, Sachzuwendungen und Dienstleistungen wie Renovierungsarbeiten im Wert von knapp 147 000 Euro. Das Reinigungsunternehmen soll rund 650 000 Euro verdient haben. Dem 44-Jährigen werden insgesamt 37 Fälle zwischen April 2019 und April 2021 zur Last gelegt. Er soll auch Geld von einer weiteren Firma angenommen haben, gegen deren Betriebsleiter ebenfalls ein Verfahren läuft. Die beiden Firmen hätten etwa 90 Prozent des Auftragsvolumens in Frankfurter Schulgebäuden erhalten.

Auch gegen zahlreiche Hausmeister werde ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ende Juni waren Büros und Wohnungen von 17 Hausmeistern an 16 Frankfurter Schulen wegen Korruptionsverdacht durchsucht worden. Auch sie sollen Geld einer Reinigungsfirma angenommen haben.

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