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Evangelische Kirche

Kirche: Beerdigungen ohne Angehörige wird in Hessen immer häufiger

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dpa/lhe
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Hessen. In Hessen werden nach Angaben der evangelischen Kirche immer mehr Menschen ohne Begleitung beigesetzt. "Die Fälle, in denen die Verstorbenen keine Angehörigen haben, nehmen deutlich zu", sagte Pfarrerin Carmen Berger-Zell vom Zentrum Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Immer öfter müssten die Kommunen Menschen bestatten lassen, die niemanden mehr haben, der diese Aufgabe übernimmt.

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In diesen Fällen wird eine Bestattung im Rahmen des Ordnungsrechts notwendig. Sie wird von Amts wegen angeordnet, die Kosten gehen zu Lasten der Kommune. Sollte noch Nachlass zur Verfügung stehen, werden die Ansprüche geltend gemacht und gegebenenfalls die Bestattungskosten ganz oder teilweise daraus ersetzt. Aufgrund der niedrigeren Kosten wählen die meisten Kommunen eine Feuerbestattung mit anschließender anonymer Beisetzung.

Vor allem kirchliche Initiativen kümmern sich deshalb vielerorts um einen würdigen Abschied. Die Pfarrerin der Evangelische Kirchengemeinde Heubach-Wiebelsbach und stellvertretende Dekanin des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald, Evelyn Bachler, etwa erfuhr kürzlich, dass Urnen, die nach einem Jahr nicht beim Bestatter abgeholt worden waren, in einem Urnen-Container entsorgt wurden. Für diese Verstorbenen organisiert die Gemeinde nun regelmäßig Trauerfeiern. Beigesetzt werden sie in einem anonymen Grab. "Die Spuren eines Menschen im Leben sollen auch nach dem Tod bedacht werden", sagte Bachler. Wenigstens der Name solle noch einmal genannt werden und der Verstorbene ins Bewusstsein der Lebenden gebracht werden.

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