Kinder im Gleisbereich verursachen erhebliche Bahn-Verspätungen

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ots
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Südhessen. Erhebliche Verspätungen im Zugverkehr haben am Donnerstagmittag (11.2.) Kinder verursacht, die im Bereich von Mörfelden-Walldorf in den Gleisen gespielt und dort Schottersteine auf die Schienen gelegt hatten. Gegen 15.30 Uhr ging bei der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main die erste Meldung ein, dass mehrere Kinder im Bereich des Bahnhofes Mörfelden-Walldorf Steine auf die Schienen legen würden. Aufgrund dieser Meldung wurden die Gleise sofort für den Zugverkehr gesperrt. Eine Streife der Bundespolizei suchte den Bereich ab. Erst, als klar war, dass sich keine Kinder mehr im Gefahrenbereich aufhalten, wurden die Sperrungen um 16.05 Uhr wieder aufgehoben. Als die Streife
sich wieder auf dem Rückweg befand, ging um 16.30 Uhr eine erneute Meldung über spielende Kinder in diesem Bereich ein. Die Gleise wurden wieder gesperrt, und die Streife konnte nun drei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren noch im Gleisbereich feststellen. Die drei Jungs wurden in Gewahrsam genommen, nach Hause gebracht und ihren Eltern übergeben. Hierbei wurden die Kinder, aber auch die Eltern über die lebensgefährlichen Gefahren, denen sich die Kinder ausgesetzt hatten, eindringlich belehrt. Zwischenzeitlich war die Sperrung der Gleise wieder aufgehoben worden. Nachdem der Einsatz beendet schien, ging eine erneute Meldung über Kinder im Gleisbereich ein. Wieder war es der Bereich Mörfelden-Walldorf und wieder mussten die Gleise gesperrt werden. Diesmal konnten die Beamten bei der Absuche niemand mehr feststellen, so dass die Sperrungen um 18.20 Uhr wieder aufgehoben wurde. Durch die drei Einsätze kam es bei insgesamt 45 Zügen zu Verspätungen. Neun Züge mussten umgeleitet werden, und
vier Zugverbindungen fielen komplett aus.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Gleisanlagen kein Abenteuerspielplatz sind und der Aufenthalt im oder auch am Gleis lebensgefährlich sein kann. Züge sind schnell, recht leise, können nicht ausweichen und haben einen Bremsweg von oft über 1000 Metern. Gerade Kinder, aber auch viele Erwachsene schätzen diese Gefahren oft falsch ein und bringen sich in Lebensgefahr.

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