Windkraft - Thorsten Schäfer-Gümbel macht bei einem Odenwälder Weltmarktführer Station Keine Frage der Ästhetik

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Befürworter der Windenergie schauen gerne bei der ESM vorbei. Jetzt tat das der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel (Vierter von links).

© Kopetzky/ü

Mitlechtern. Die einen setzen sich für die Energiewende im Sinne des Klimaschutzes ein. Die anderen leisten Pionierarbeit für den Nutzen der Windenenergie. Von Haus aus nah sind sich die Bergsträßer SPD und das Mitlechterner Unternehmen ESM von daher.

Seit 18 Jahren im Odenwald

Die Firma ESM (Energie- und Schwingungstechnik Mitsch) ist Weltmarktführer bei den wichtigsten Bestandteilen für Windkraftanlagen.

Seit 18 Jahren hat sie ihren Hauptsitz in Mitlechtern Auf der Rut.

Mittlerweile beschäftigt sie 70 Mitarbeiter.

80 000 Windräder auf der ganzen Welt produzieren Energie mit der Technik von ESM.

Seit einiger Zeit gibt es einen zweiten Standort in Heppenheim. mk/ü

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Inhaber Franz Mitsch entwickelte sich vom Garagentüftler zum Weltmarktführer im Bereich der Schwingungstechnik für Windräder. Er hat Kunden in Europa, Übersee, China und USA. Und er hat seinen Hauptsitz in Mitlechtern, worauf Rimbachs Bürgermeister Holger Schmitt bei einem Besuch einer hochrangigen SPD-Delegation um Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel ("TSG") seinen Stolz zum Ausdruck brachte. Der Spitzengenosse war auf Europawahlkampf-Tour durch den Kreis. "Europa hat erheblichen Einfluss auf die Energiewende. Es muss anders werden, wenn es gut werden soll", sagte der Experte, der auch der SPD-Verhandlungsgruppe zum Thema Energie bei den Koalitionsverhandlungen angehörte.

"Die Rückbauprobleme werden uns noch 30 Jahre beschäftigen, die ...

"Die Rückbauprobleme werden uns noch 30 Jahre beschäftigen, die Probleme der Endlagerung weitere 30 000 Jahre."

"TSG" erinnerte an die AKW-Katastrophe von Fukushima und deren Folgen. Was danach in Deutschland passierte, sei eher eine Zerlegung der Energiewende denn ein Fortschritt gewesen, während Rot-Grün seinerzeit zum ersten Ausstieg im Jahr 2001 einen klaren Entwicklungsplan aufgelegt habe: "Wir müssen die Stümperei der letzten Jahre beenden", sagte Schäfer-Gümbel im Hinblick auf die On-Shore-Nutzung von Windkraft: "Das ist keine ästhetische Frage, das ist eine wichtige Frage der Infrastruktur." Und in Richtung Landesregierung sagte er: "Ich erwarte, dass Schwarz-Grün die Ziele des Energiegipfels umsetzt." Ein Kommissionspräsident Martin Schulz, so kam er auf den Europawahlkampf zurück, "wird die Energiewende unterstützen und nicht blockieren".

Bescheiden zeigte sich ESM-Chef Franz Mitsch. Sein Traum wäre ein Versuchsfeld vor der Haustür, auf der Tromm. Dort, wo die Windhöffigkeit am höchsten ist. Doch da hat ihm die Rimbacher Gemeindevertretung einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. So bleibt es zunächst bei dem von seiner Familie, weiteren Mitbürgern und der Energiegenossenschaft Starkenburg bisher nur auf der Neutscher Höhe betriebenen Windrädern. mk/ü