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Flugverkehr

Jüdische Passagiere am Frankfurter Flughafen gestoppt

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dpa/lhe
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Frankfurt. Einer Gruppe orthodoxer Juden ist in Frankfurt der Weiterflug nach Budapest verweigert worden. Vorangegangen sei die mehrfache Weigerung einiger Fluggäste auf dem Flug von New York nach Frankfurt, auch nach Aufforderung der Crew, Masken zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu tragen, erklärte die Lufthansa am Freitag auf Anfrage. Es habe sich um jüdisch-orthodoxe Reisende gehandelt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) über den Vorfall vom Mittwoch berichtet.

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Die Passagiere wollten mit der Lufthansa weiter nach Budapest reisen. Die Zeitung schreibt unter Berufung auf einen Passagier der Lufthansa-Maschine aus New York, es seien alle Reisenden, die durch Hut und Schläfenlocken als Juden zu erkennen gewesen seien, von der Beförderung ausgeschlossen worden - und nicht gezielt die Passagiere, die sich falsch verhalten hätten.

Die Lufthansa erklärte dazu, die genauen Abläufe und Hintergründe würden untersucht. Die Airline sei verpflichtet, den gesetzlichen Vorgaben mit Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsträgern und damit auch im Luftverkehr zu folgen. Der Flug nach Budapest sei mit leichter Verspätung und nur knapp 30 Personen an Bord gestartet. Die Bundespolizei sei hinzugezogen worden, es seien aber keine polizeilichen Maßnahmen nötig gewesen, sagte deren Sprecher.

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