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Corona - Hessen plant nach den Sommerferien Regelbetrieb an den Schulen, aber mit stärkeren Vorgaben / Eine Neuinfektion im Kreis

Inzidenz soll auch künftig eine wichtige Rolle spielen

Von 
red/dpa
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© grafiKS Kai Segelken

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. In der Corona-Pandemie ist die Bundesregierung dem Eindruck entgegengetreten, einen Kurswechsel zu vollziehen. Bei der Lagebeurteilung soll trotz zunehmender Impfungen auch weiterhin die Sieben-Tage-Inzidenz eine wichtige Rolle spielen. „Die Inzidenz war nie einziger Parameter, um das Pandemiegeschehen zu beurteilen. Aber sie ist und bleibt ein wichtiger Parameter“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag. Unklar blieb, ob Maßnahmen wie Schulschließungen künftig auch weiter an bestimmte Inzidenzwerte gekoppelt werden sollen oder nicht.

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Die Inzidenz gibt die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Sie war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen nun zwar weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. „Aber das ist nicht als eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz zu verstehen“, hieß es am Montag. Es sei auch keine Änderung der politischen Strategie damit verbunden. Die „Bild“-Zeitung hatte unter Berufung auf ein „internes Dokument“ des Robert Koch-Instituts (RKI) über eine „Wende in der Corona-Politik“ berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator für die Politik vor.

Die hessischen Schulen sollen nach den Ferien ab dem 30. August einen regulären Betrieb an fünf Tagen in der Woche für alle Schülerinnen und Schüler anbieten – ohne gravierende Einschränkungen. Das kündigte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Montag in Wiesbaden an. Allerdings sollen zunächst verschärfte Corona-Regeln gelten. Mit Blick auf Reiserückkehrer zählen dazu für die ersten zwei Wochen des neuen Schuljahres eine erhöhte Testfrequenz von derzeit zwei auf drei Tests pro Woche und Maskenpflicht auch am Platz während des Unterrichts. Diese Pläne würden mit der Hoffnung geschmiedet, „dass die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung“.

Allerdings ist die Corona-Inzidenz in Hessen am siebten Tag hintereinander leicht gestiegen. Die Zahl der Neuinfizierten lag nach Angaben des RKI vom Montag bei 9,6 (Vortag: 9,2). Binnen eines Tages wurden am Montag 33 neue Corona-Infektionen in Hessen gemeldet; weitere Todesopfer gab es laut RKI nicht.

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Für den Kreis Bergstraße meldete das Landratsamt am Montag für den Kreis Bergstraße eine weitere bestätigte Corona-Infektion in Lindenfels. Die Inzidenz liegt laut RKI damit bei einem Wert von 11,1. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle stieg im Kreis auf 11 141. Als genesen gelten 10 761 Personen. Im Impfzentrum des Kreises hatten bis einschließlich Sonntag 83 649 Menschen ihre Erst- und 70 666 Personen ihre Zweitimpfung erhalten.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße von 41 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 34 Betten belegt – davon drei mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; einer von ihnen muss invasiv beatmet werden. red/dpa

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