Ortsumgehung - Kreisel zwischen Mörlenbach und Weiher wird in zwei Etappen gebaut / An der Brücke der Panoramastraße geht es am 15. Februar los Im Mai 2022 schließt sich der Kreis

Von 
Iris Kleefoot
Lesedauer: 
Noch bis Ende Februar wird der Verkehr auf der L 3120 unter halbseitiger Sperrung an der Baustelle vorbeigeführt. Dann soll die Sperrung bis Ende Oktober aufgehoben werden. In dieser Zeit entsteht eine Hälfte des Kreisverkehrs. © Fritz Kopetzky

Mörlenbach. Es herrscht geschäftiges Treiben auf der Baustelle. Am Ortsausgang von Mörlenbach bewegen mächtige Bagger riesige Mengen Erde. Autofahrer aus Richtung Weiher, die an der Ampel warten müssen, haben den Zeitplan im Blick. Ein Schild weist auf den Bau der Mörlenbacher Ortsumgehung hin. Die fast vier Kilometer lange Trasse soll 2027 fertig sein.

AdUnit urban-intext1

Erste Maßnahme ist der Bau des Kreisels an der L 3120 zwischen Mörlenbach und Weiher, der später den Anschluss zur neuen Straße bildet. Seit dem ersten Spatentisch durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und reichliche Politprominenz im Oktober rollen hier die Bagger, um zu realisieren, was fast fünf Jahrzehnte geplant worden war.

Einer von drei Anschlüssen

Der Anschluss bei Weiher ist einer von dreien im Zuge einer der größten Baumaßnahmen Hessens. Auf- und Abfahrtsmöglichkeiten werden außerdem am Nordanschluss bei Groß-Breitenbach geschaffen sowie im Süden bei Reisen.

Bereits vor der vierwöchigen Winterpause, die sich aufgrund des Frostes um eine Woche verlängert hatte, wurden Kanäle und Kanalquerungen sowie Leitungen verlegt. Arbeiten, die auch aktuell noch nicht abgeschlossen sind, wie Jochen Vogel von der ausführenden Straßenbaubehörde Hessen Mobil bei einer Baustellenbegehung erkläre. Erste Vorarbeiten laufen außerdem zur Schaffung eines Auffangbeckens südlich des Kreisels, das später das Regenwasser der neuen Trasse aufnehmen soll, um es dann in das bereits bestehende Rückhaltebecken auf der anderen Straßenseite zu leiten.

AdUnit urban-intext2

Noch bis Ende Februar wird der Verkehr mittels einer halbseitigen Sperrung an der Baustelle vorbeigeführt. Ab März bis voraussichtlich Ende Oktober kann die Sperrung wieder aufgehoben werden. In dieser Phase sollen das Absetzbecken und die nördliche Hälfte des Kreisels mit einem Durchmesser von 40 Metern erstellt werden. Im Anschluss daran muss der Streckenabschnitt voraussichtlich im November und Dezember 2021 für rund vier Wochen voll gesperrt werden.

Dann steht nach Fertigstellung des nördlichen Kreisels die Anbindung der neu hergestellten Fahrbahnäste an die bestehende Landesstraße auf dem Programm der ausführenden Baufirma. Erst dann wird der südliche Teil des Kreisels gebaut.

AdUnit urban-intext3

„Wir hoffen, dass wir im Mai 2022 mit dem Kreisverkehr fertig sind“, erklärt Martin Keßler, der bei Hessen Mobil die Gesamtkoordination des Straßenbaus betreut. Parallel dazu starten am 15. Februar die Arbeiten in der Panoramastraße. Hier entsteht eine Überführung als Verbindung von Mörlenbach nach Ober-Mumbach. Die neue Trasse der B 38 a wird später darunter hindurchgeführt. Für den Bau der 390 Meter langen Brücke wird zunächst eine halbseitige Sperrung, ab Mitte März eine komplette Sperrung der Panoramastraße nötig. „Ziel ist es, dass die Brücke schon Ende des Jahres befahrbar ist“, betont Arno Krämer, Baudezernent bei Hessen Mobil. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll ein Wirtschaftsweg für Landwirte zwischen Ober-Mumbach und Weiher geschaffen werden. Krämer: „Hier soll es im Mai losgehen. Bis zum Herbst wollen wir damit fertig sein.“ Die Ausschreibungen für den teilweise asphaltierten Weg werden zurzeit vorbereitet. Iris Kleefoot