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Mobilität

Hessens Verkehrsminister zum 9-Euro-Ticket: Preis darf nicht einziges Argument für Bahnfahrt sein

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dpa/lhe
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Hessen. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir fordert von der Bundesregierung mehr finanzielle Unterstützung für den Bus- und Bahnverkehr. Es müssten nicht nur die Kosten für das auf drei Monate befristete 9-Euro-Ticket für den Nah- und Regionalverkehr übernommen werden, erklärte der Grünen-Politiker am Montag in Wiesbaden. Die Länder erwarteten vom Bundesverkehrsminister auch die Erhöhung der Regionalisierungsmittel, auf die sich die Ampel-Koalition im Koalitionsvertrag verständigt habe.

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Dafür reichten die angekündigten 2,5 Milliarden Euro zur Finanzierung des 9-Euro-Tickets nicht aus, mahnte Al-Wazir. "Sonst besteht die Gefahr, dass das größte Experiment im ÖPNV am Ende mit Frust bei den Bus- und Bahnreisenden und einem massiven Dämpfer für die Verkehrswende endet." Der öffentliche Nahverkehr sei dauerhaft nur eine Alternative zum Auto, wenn das Angebot gut ist. "Darum brauchen wir nicht nur ein günstiges Ticket für drei Monate, sondern Antworten für die kommenden Jahre."

Der Ticketpreis dürfe nicht das einzige Argument für die Fahrt mit Bus oder Bahn sein, betonte der hessische Verkehrsminister. Es müsse neben guten Verbindungen und einer hohen Taktung auch in moderne Züge und Bahnhöfe sowie den Ausbau der Schiene investiert werden. Das 9-Euro-Ticket soll ab dem 1. Juni im ÖPNV gelten. Bis Ende August sollen Fahrgäste dann bundesweit für neun Euro pro Monat fahren können.

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