Mobilität

Hessens Ministerium sieht Nutzen von Fahrsicherheitstrainings skeptisch

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dpa/lhe
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Hessen. Hessens Verkehrsministerium sieht den möglichen generellen Nutzen von Fahrsicherheitstrainings kritisch. Studien zu den Auswirkungen einer Fahrausbildung mit Sicherheitstrainings auf das Unfallrisiko von Anfängern hätten keine eindeutigen Ergebnisse ergeben, teilte das Ministerium auf Anfrage der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden mit.

Die sozialdemokratischen Abgeordneten Tobias Eckert und Heike Hofmann hatten erklärt, dass ein flächendeckendes Angebot von Fahrsicherheitstrainings eine zentrale Bedeutung für die Sicherheit im Straßenverkehr habe. Insbesondere für Fahranfängerinnen und Fahranfänger hätten sich solche Kurse bewährt.

Das Verkehrsministerium erklärte dagegen, es seien vereinzelt positive, aber auch gar keine oder sogar eindeutig negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit festgestellt worden. "Fahrsicherheitstrainings sind im deutschen Fahrerlaubnisrecht nicht verankert", erläuterte das Ministerium. Sie seien weder Gegenstand der Führerscheinausbildung noch nach dem Erwerb der Fahrerlaubnis vorgesehen. "Die Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis."

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Die Freiwilligen Fortbildungsseminare für Fahranfänger, die in Deutschland zwischen 2003 und 2010 angeboten wurden und ein Fahrsicherheitstraining einschlossen, hätten sich nicht als unfallmindernd erwiesen, ergänzte das Ministerium. Im Gegenteil: Die Teilnehmer an den Seminaren hätten eine deutlich höhere Verkehrsauffälligkeit als Nichtteilnehmer gezeigt.

Das Ministerium erklärte, ergebnisoffen prüfen zu wollen, inwieweit Fahrsicherheitstrainings die Straßen sicherer machen können.