Corona - 44-jährige Person stirbt an der Mutante B.1.1.7 / Insgesamt 41 neue bestätigte Fälle im Kreis / Bundeskanzlerin warnt vor der Gefahr wieder steigender Zahlen Gesundheitsamt meldet britische Virus-Mutation nun auch aus Bensheim

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red/dpa
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Coronaviren © Pixabay

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Der Kreis Bergstraße muss vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermelden, darunter eine 95-jährige Person aus Lindenfels und eine 44-jährige Person aus Bensheim. Bei dem Bensheimer Todesfall liegt eine Bestätigung der britischen Corona-Mutation B.1.1.7 vor. Mittlerweile sind von dieser Mutante 25 Fälle im Kreisgebiet bestätigt.

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Registriert wurden am Dienstag im Kreis 41 neue bestätigte Corona-Fälle, u. a. in Bensheim (9), Einhausen (3), Heppenheim (4), Lautertal (5) und Lorsch (1). An Einrichtungen betroffen ist aktuell besonders eine Kita in Bensheim. Der Inzidenzwert des Kreises wurde am Dienstagabend mit 119,50 angegeben.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße derzeit von 44 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 37 Betten belegt – davon sieben mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; zwei von ihnen müssen invasiv beatmet werden.

In Hessen sind binnen eines Tages 203 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg am Dienstag im Bundesland um 47 auf nun insgesamt 5229 seit Ausbruch der Pandemie. Der Inzidenzwert für Hessen ging weiter leicht zurück und lag landesweit bei 77.

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Ebenfalls in Hessen haben am Dienstag flächendeckend die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. In 28 Impfzentren von Kassel bis Bensheim können sich zunächst vor allem Senioren über 80 Jahren eine Spritze geben lassen. In dieser Woche sind nach Angaben von Innenminister Peter Beuth (CDU) 19 000 Impfungen geplant. Später sollen wöchentlich zwischen 30 000 und 40 000 Impfungen folgen. Nach wie vor mangelt es noch an Impfstoff. Daher kann in den Impfzentren nicht in voller Auslastung geimpft werden.

Kultur-Hilfspaket in Hessen

Die schwarz-grüne Landesregierung legt für die Kultur in Hessen ein weiteres Corona-Hilfspaket mit einem Umfang von 30 Millionen Euro auf. Das Geld soll für Projektstipendien für Künstler, Liquiditätshilfen für Kultureinrichtungen und Spielstätten, Beratungsangebote der Kulturverbände sowie ein Programm für Open-Air-Kultur in den Sommermonaten zur Verfügung stehen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen Öffnungsschritte beim aktuellen Corona-Lockdown bis zum 1. März ausgesprochen. Die Zeit, in der die britische Virusvariante noch nicht die Oberhand gewonnen habe, sei entscheidend, um mit aller Kraft die Infektionszahlen herunterzubekommen, sagte Merkel nach dpa-Informationen am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Ihre Auffassung sei aus diesem Grund, dass man mit jeglichem Öffnungsschritt bis zum 1. März warten solle.

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Sie wisse, dass dies für Eltern und andere Betroffene schwer sei, sagte Merkel demnach. Man könne dann aber Öffnungsschritte „mit besserem Gewissen machen“. Darüber gebe es Differenzen, räumte die Kanzlerin vor ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch ein. Sie erwarte, dass die britische Variante des Virus in wenigen Wochen auch in Deutschland die dominante sein werde. Dann sei die Gefahr groß, dass die Fallzahlen wieder steigen würden.

Merkel sagte nach diesen Informationen mit Blick auf die an diesem Mittwoch anstehenden Beratungen mit den Ministerpräsidenten über eine Öffnungsstrategie, es gebe eine große Übereinkunft darüber, dass Grundschulen – im Wechselunterricht – und Kitas das Erste sein sollten, was geöffnet werden solle. Auch Friseure stünden „ziemlich oben auf der Tagesordnung“. Es gebe auch Übereinstimmung darin, dass im zweiten Schritt die Geschäfte geöffnet werden sollten. red/dpa