Gefälschte Lenk- und Ruhezeiten in Lkw

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ots
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A 5. Am Montag (18.01.) kontrollierte eine Funkstreife der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen auf der A 5 einen mit Bauschutt beladenen Sattelzug aus Thüringen. Der 56-jährige Fahrer dokumentierte seine Lenk-und Ruhezeiten mittels seiner persönlich zugeteilten Fahrerkarte.Nach Auswertung der digitalen Daten stellten die Verkehrsspezialisten Unregelmäßigkeiten fest. Der Brummifahrer räumte anschließend eine Manipulation mit einer fremden Fahrerkarte ein. Seit 2017 wurde diese Fahrerkarte nach derzeitigem Ermittlungsstand fleißig rechtswidrig genutzt. Allein für die letzten zwölf Monate wären diesbezüglich Bußgelder in Höhe von mehreren tausend Euro fällig. Den Fahrer und das Transportunternehmen erwarten nun Strafverfahren wegen Fälschung beweiserheblicher Daten.

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Unmittelbar danach kontrollierten die Ordnungshüter auf der gleichen Autobahn einen Sattelzug auf einem Parkplatz bei Mörfelden. Bei dem aus dem Landkreis Warendorf stammenden 38-jährigen Fahrer stellten sie hierbei ebenfalls Unstimmigkeiten bezüglich der aufgezeichneten Sozialvorschriften fest. Auch hier ergaben die Ermittlungen, dass eine fremde Fahrerkarte missbräuchlich zum Einsatz kam: Die Karte des Chefs. Die Weiterfahrt musste an Ort und Stelle von der Polizei untersagt werden, weil der 38-Jährige seine Tagesruhezeit nicht beachtete. Auch in diesem Fall müssen sich Fahrer und Unternehmer strafrechtlich verantworten.

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