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Friedrich Medert ist seit 75 Jahren Sänger beim MGV 1840 Lampertheim

Von 
ml
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Seit 75 Jahren ist Friedrich Medert aktiver Sänger beim Männergesangverein 1840 Lampertheim. Das seltene Jubiläum wurde in diesem Herbst beim Ehrungstag der Sängerkreise Bergstraße und Weschnitztal-Überwald in der Mehrzweckhalle von Einhausen noch einmal besonders gewürdigt.

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© Weinbach

Die Frage, wie man so lange singen kann, beantworteter gewitzt: „Man muss frühzeitig anfangen.“ Im Alter von über 90 Jahren erinnert Medert sich „an die Zeit, als die Kriegsfeuer noch lange nicht erloschen waren“. Damals wurde sein Verein neu gegründet – mit Hilfe der Amerikaner. Diese hätten die Bedeutung der deutschen Kultur erkannt, sagt er. 1945 hätten sie geholfen, den MGV wiederzubeleben.

Viele Mitglieder, die den Krieg überlebt hatten, kamen im Herbst 1945 zur ersten Singstunde – aber auch Kriegsversehrte und junge Leute. Sie alle wollten die Erlebnisse der zurückliegenden Jahre überwinden. 26 Sänger seien zu dem Neuanfang erschienen.

Friedrich Medert selbst wurde 1946 Mitglied beim Männergesangverein. Noch heute erinnert er sich gut an das erste Konzert. Damals sei das Lied „Die Morgenfreude“ gesungen worden. Die Chöre wollten den Menschen wieder Mut machen und Freude am Singen vermitteln.

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Es habe großartige Konzerte gegeben mit 80 bis 120 Sängern auf der Bühne. Preis- und Wertungssingen seien wieder in Mode gekommen. „Auch wenn die Vereine durch die Pandemie dezimiert worden sind, müssen wir uns neu aufstellen. Wir müssen es schaffen, Dirigenten zu finden, auch mit älteren Komponisten Wünsche der Zuhörer zu erfüllen“, wünscht sich der Jubilar./ ml

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