Musikschule Baden - Reaktion auf Missbrauchsvorwurf „Freistellung richtig und angemessen“

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Weinheim. Wie berichtet, wird gegen einen Lehrer der Musikschule Badische Bergstraße in Weinheim wegen des Verdachts sexueller Handlungen an minderjährigen Schülern ermittelt. Der Lehrer wurde bis auf Weiteres von jeglicher Unterrichtstätigkeit freigestellt. Eine gemeinsame Stellungnahme haben nun Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just, die Bürgermeister Jürgen Kirchner (Hemsbach), Ralf Gänshirt (Hirschberg) und Benjamin Köpfle (Laudenbach) sowie der Vorsitzende des Vereins Volkshochschule und Musikschule Badische Bergstraße, Heiner Bernhard, abgegeben.

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Die Schulleitung hat demnach Bürgermeister und Vorstandsmitglieder umgehend über die Vorwürfe und Ermittlungen informiert. „Wir haben uns vergewissert und waren uns schnell sicher, dass die Schulleitung gegenüber den Eltern mit der größtmöglichen Offenheit vorgeht und gleichzeitig eine lückenlose Aufklärung seitens der Ermittlungsbehörden mit allen Kräften unterstützt“, schreiben die Bürgermeister.

Vorerst keine weiteren Schritte

Den beschuldigten Lehrer sofort vom Unterricht freizustellen, sei richtig und angemessen. Es gehe nun vor allem darum, die Ermittlungsarbeiten der Behörden zu unterstützen. „Es gilt dennoch zunächst die Unschuldsvermutung, sodass weitere rechtliche Schritte seitens der Musikschule im Moment sicher nicht angemessen wären“, heißt es im Schreiben. Weitere rechtliche Konsequenzen, insbesondere arbeitsrechtliche Schritte, hingen vom Ausgang des Verfahrens ab. Schulleitung und Vorstand würden sich zu gegebener Zeit sorgfältig mit dem Thema beschäftigen und gegebenenfalls weitere Schritte einleiten. Schulleitung und Vorstand stünden in engmaschigem Austausch.

„Klar ist: Die Kinder, Jugendlichen und Eltern müssen sich in der Musikschule sicher und geschützt fühlen. Das war die Maxime des Handelns und wird es weiterhin sein“, heißt es im Schreiben.

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Die Stellungnahme wurde am Freitag auch jenen Eltern zugestellt, die sich 2019 an Jürgen Osuchowski gewandt hatten und die unverhältnismäßige Nähe des Musiklehrers zu ihren Töchtern in zwei Gesprächen thematisiert hatten. In der Stellungnahme dazu heißt es nun, die Schulleitung habe glaubhaft versichert, dass der Beschwerde nachgegangen worden sei. Nach Auskunft der Schulleitung habe sich der Verdacht damals nicht verfestigt. dra