Feldmann-Prozess mit Befragung von Awo-Mitarbeiterin fortgesetzt

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dpa
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Frankfurt/Main. Im Prozess gegen den abgewählten Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat am Mittwoch die Frage im Mittelpunkt gestanden, wie dessen Frau eine überbezahlte Leitungsfunktion in einer deutsch-türkischen Kita der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Frankfurt erhalten hat. Die zu dem Zeitpunkt für Personalangelegenheiten in den Awo-Kindertagesstätten zuständige Mitarbeiterin sagte als Zeugin vor dem Frankfurter Landgericht, die damalige Freundin Feldmanns sei an ihr vorbei von der Awo-Leitung für den Posten ausgewählt worden.

Die damalige Freundin Feldmanns habe zum Zeitpunkt weder die nötige Qualifikation noch die Berufserfahrung gehabt, sagte die Zeugin. Doch ihr sei vermittelt worden, dass es sich um "eine klare Order" handele. Die von ihr befürwortete tarifliche Einstufung - die bereits großzügig gewesen wäre - habe die Awo-Leitung erhöht und der damaligen Freundin Feldmanns zudem einen Dienstwagen zugesprochen, ohne dass es dafür einen nachvollziehbaren Grund gegeben habe.

Feldmann war am Sonntag bei einem Bürgerentscheid abgewählt worden, formal ist er noch bis diesen Freitag im Amt, wenn das endgültige Ergebnis festgestellt wird. Die Staatsanwaltschaft wirft Feldmann vor, von der Awo Spendengelder und andere Vorteile angenommen zu haben. Im Gegenzug habe er die Interessen des Sozialverbands wohlwollend berücksichtigen wollen. Feldmann hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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