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Politik - Kritik an geplanter Abwahl des Kreisbeigeordneten

FDP lehnt Rückzug Krugs ab

Von 
kbw
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Bergstraße. Mit seinem Wunsch, den Posten des Bergsträßer Kreisbeigeordneten vorzeitig räumen zu wollen, stößt Karsten Krug (SPD) bei der FDP auf kein Verständnis. „Als politischer Wahlbeamter hat er eine Dienstpflicht zu erfüllen. Er kann nicht zurücktreten, nur weil er keine Lust mehr hat“, betonte Christopher Hörst, Fraktionschef der Freidemokraten im Kreistag.

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Karsten Krug © SPD

Krug war 2016 gewählt worden, seine Amtszeit läuft regulär im Sommer kommenden Jahres ab. Zwischenzeitlich ist die schwarz-rote Koalition von einem Bündnis aus CDU und Grünen abgelöst worden, Krug verlor zudem die Landratswahl gegen Christian Engelhardt (CDU). Seitdem agiert der Sozialdemokrat in einem von der politischen Konkurrenz dominierten Umfeld. Um sich vor der Zeit zu verabschieden, müsste sich Krug in zwei Wahlgängen im Kreistag abwählen lassen. Der Antrag dazu soll in Arbeit sein.

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Die FDP werde aber in keinem Fall zustimmen, kündigte Hörst an. Der Liberale fürchtet nicht nur, dass Krug nach einer Abwahl bis zum Ende seiner regulären Amtszeit weiter vom Kreis bezahlt wird. Problematisch ist für ihn auch die Ankündigung aus der neuen Kreiskoalition, nach der in jedem Fall erst im Sommer neue Kreisbeigeordnete gewählt werden sollen. In den Monaten zwischen seiner Abwahl und der Neuwahl hätte der Kreis mit Landrat Engelhardt und der Kreisbeigeordneten Diana Stolz nur noch zwei hauptamtliche Dezernenten. Wird dies in Kauf genommen, stellt sich für Hörst die Frage, ob es an der Bergstraße überhaupt drei Dezernenten braucht. kbw

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