Pandemie - Insgesamt gab es bisher 6989 Fälle Erster Corona-Todesfall in Lautertal – Seebergschule in Mörlenbach geschlossen

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Bergstraße. Im Kreis Bergstraße sind heute zehn neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Außerdem wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Betroffen sind eine 76-jährige Person aus Bensheim und – als erster Fall aus der Gemeinde – eine 82-jährige Person aus Lautertal sowie eine 90-jährige Person aus Fürth und eine 86-jährige Person aus Rimbach. Die Gesamtzahl der Opfer liegt damit bei 267. Die meisten stammen aus Bensheim (52). Stark betroffen sind auch Lampertheim (48) und Heppenheim (30). Nur aus Gorxheimertal wurden bisher keine mit oder an Corona Verstorbenen gemeldet.

Das Bekämpfungskonzept des Landes

Grundlage des Konzepts ist die sogenannte Inzidenz. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf die Einwohnerzahl des Kreises Bergstraße gemeint. 
  • Ab einer Inzidenz von 20: Der Kreis muss erste gezielte lokale Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen, zum Beispiel ein erweitertes Meldewesen und andere an die Situation angepasste Maßnahmen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind mit einem Widerrufsvorbehalt zu verbinden. Ordnungsämter müssen die Einhaltung der Maßnahmen verstärkt kontrollieren. In den Gesundheitsämtern müssen mindestens fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner bereitstehen, um die Infektionsketten nachverfolgen zu können.
  • Ab einer Inzidenz von 35: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus müssen erweitert werden. Außerdem wird der Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums eingebunden. Einschränkungen: Nicht mehr als 150 Teilnehmer bei Veranstaltungen, Ausnahmen müssen vom Gesundheitsamt unter Anwendung eines Hygienekonzepts genehmigt werden. Die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wird ausgeweitet auf Vergnügungsstätten, überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen. An privaten Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen nur noch bis zu 25 Leute oder zwei Hausstände teilnehmen. In privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen oder zwei Hausständen empfohlen. Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten wird eine Schließung zwischen 23 und 6 Uhr empfohlen.
  • Ab einer Inzidenz von 50: Es muss ein konsequentes Beschränkungskonzept erlassen werden, das gegebenenfalls Kontaktbeschränkungen beinhaltet. Das Gesundheitsamt muss eng mit dem Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums sowie mit dem koordinierenden Krankenhaus zusammenarbeiten. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss auch am Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Für besonders belebte Straßen und Plätze ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu empfehlen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht. Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen maximal von zehn Leuten oder zwei Hausständen besucht werden. Für Feiern in privaten Räumen wird Gleiches empfohlen. Gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten bleiben zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen. Für Alkohol gilt: der Konsum auf belebten Plätzen und Straßen und die Abgabe zum Sofortverzehr ist in dieser Zeit ebenfalls verboten. An öffentlichen Veranstaltungen dürfen maximal 100 Leute teilnehmen. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzepts.
  • Ab einer Inzidenz von 75: Der Planungsstab des Sozialministeriums übernimmt die Steuerung der medizinischen Lage im Kreis. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Leute oder Angehörige von zwei Hausständen treffen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind zu überprüfen und möglicherweise zu widerrufen.
  • Ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen: Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, zum Beispiel die ​Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, Arztbesuche, Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, Versorgung von Tieren. Publikumsträchtige Ausflugsziele müssen auf geeignete Weise gesperrt werden. Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist ganztags untersagt. red
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Wie das Landratsamt weiter berichtete, sind seit dem Ausbruch der Pandemie 6989 Infektionsfälle registriert worden. Die neuen Fälle stammen aus Bensheim (2) und Lindenfels sowie aus Bürstadt, Lampertheim (2), Mörlenbach, Rimbach (2) und Wald-Michelbach.

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Fünf weitere Fälle der britischen Virusmutation B.1.1.7 wurden bekannt. Insgesamt sind nach Kreisangaben jetzt 75 Fälle registriert. Ein weiterer Fall betrifft die südafrikanische Variante B.1.351. Die Seebergschule in Mörlenbach wurde wegen eines Corona-Falls geschlossen, bei dem der Verdacht besteht, dass es sich um die britische Virusmutation handelt.

Dem Kreis sind zurzeit 558 Infizierte bekannt. In den Bergsträßer Krankenhäusern werden 49 Patienten behandelt. Darunter sind 44 mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liegt ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor. 

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Wie aus der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter hervorgeht, gab es 156 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was für heute einer Quote von 57,54 Infektionen pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz) entspricht. Dieser Wert wird morgen leicht auf 56 sinken, da die Fallzahlen heute unter denen der Vorwoche (13) liegen. 

In Hessen sind 259 Neuinfektionen registriert worden. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 180.703 Fälle nachgewiesen, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (Stand 0 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um zwölf auf 5460. dpa/tm

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