Denkmalpflege - In Darmstadt arbeitet nun ein zweiter Bezirksarchäologe / Peter Steffens ist für Bergstraße und Offenbach zuständig Ein Archäologe für den Kreis

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red
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Peter Steffens ist als neuer Bezirksarchäologe unter anderem für den Kreis Bergstraße zuständig. © Landesamt für Denkmalpflege Hessen

Bergstraße. Die Außenstelle Darmstadt der Hessen-Archäologie des Landesamtes für Denkmalpflege hat seit Kurzem einen zweiten Bezirksarchäologen. Peter Steffens wird zukünftig Ansprechpartner für die Landkreise Bergstraße und Offenbach sein.

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Aus Sicht des Landesamtes steht Steffens vor einer besonderen Herausforderung. Denn die „bodendenkmalpflegerische Betreuung Südhessens“ werde geprägt von einem „siedlungsgünstigen Naturraum“ und der aktuell besonders intensiven Planungs- und Bautätigkeit im Bereich der Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar.

Region, die sich stark entwickelt

Die Außenstelle Darmstadt des Landesamtes kümmert sich in allen archäologischen Belangen um fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte mit acht Unteren Denkmalschutzbehörden. Vor dem Hintergrund dieser Arbeitsauslastung sei nun eine zweite Stelle in der südhessischen Bezirksarchäologie eingerichtet worden, „um den bodendenkmalpflegerischen Belangen in einer sich stark entwickelnden Region noch besser gerecht zu werden“.

Bereits in den beiden vergangenen Jahren war Peter Steffens im Rahmen eines wissenschaftlichen Volontariats für die Abteilung Hessen-Archäologie in der Außenstelle Darmstadt tätig und konnte so die Grundlagen für die neue Tätigkeit als Bezirksarchäologe legen.

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Die beiden von Steffens zukünftig betreuten Landkreise – Bergstraße und Offenbach – sind geprägt von historisch gewachsenen, günstigen Natur- und Siedlungsräumen, die durch die Flusslandschaften von Rhein, Main und Neckar als wichtige Verkehrsachsen profitieren. Durch alle Epochen stellen sie das verbindende Element dar. Sie bilden seit jeher die Grundlage für florierenden Handel, unterstützen den Kultur- und Wissenstransfer und sorgen nicht zuletzt für enorme Bautätigkeiten, die bis in die heutige Zeit anhalten.

Deutliche Unterschiede

Siedlungsgünstig gelegen, unterscheiden sich die beiden Kreise landschaftlich dennoch deutlich voneinander. Während sich der Landkreis Offenbach mit der Untermainebene durch Wald und offene Siedlungslandschaft auszeichnet, erstreckt sich der Kreis Bergstraße mit der Oberrheinebene, dem aufgehenden Odenwald bis hinunter an den Neckar.

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„Gerade die unterschiedlichen Naturräume sowie die Mischung aus Jung- und Altsiedellandschaft der beiden Kreise machen die Aufgabe für mich besonders reizvoll“, sagt Steffens. „Während des zweijährigen Volontariats konnte ich in der Außenstelle Darmstadt viele Erfahrungen sammeln, die mir für meine zukünftigen Aufgaben sehr nützlich sein werden. Mir sind die gute Zusammenarbeit und der Austausch mit den Unteren Denkmalschutzbehörden, den Fachfirmen und den Ehrenamtlichen dabei besonders wichtig, damit die zahlreichen kulturellen Hinterlassenschaften in Südhessen bestmöglich geschützt werden können“, beschreibt Steffens seine zukünftige Rolle als Bezirksarchäologe.

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Im Vorfeld hierzu war er sowohl bei archäologischen Fachfirmen als auch auf Ausgrabungsprojekten der Abteilung Hessen-Archäologie tätig und verfügt damit über einen breiten praktischen Erfahrungsschatz. Sein fachlicher Schwerpunkt ist die Archäologie des frühen Mittelalters, speziell die der Merowingerzeit. Diese Kenntnisse kann er nun auch gewinnbringend für die Bodendenkmalpflege Südhessen einbringen. red