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Die Heppenheimer CDU stimmt sich auf die kommenden Wahlkämpfe ein

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jr/ü
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Sechs Jahrzehnte in der CDU: Ruth Kutzmann und Altbürgermeister Ulrich Obermayr (vorne, vierte und fünfter von links) gehörten zu den Geehrten beim Sommerfest der Heppenheimer CDU. © Jürgen Reinhardt

Heppenheim. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Mit einer außerordentlichen Mitgliederversammlung und anschließendem Sommerfest hat sich die Heppenheimer CDU auf die kommenden zwölf Monate eingestimmt, in denen zunächst die Bürgermeisterwahl und im Herbst die hessische Landtagswahl auf dem Programm stehen. Und so, wie man darauf setzt, dass das Spitzenamt im Rathaus in den eigenen Händen bleibt, hofft man auch darauf, dass die CDU in Wiesbaden an der Macht bleibt.

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Corona hat inzwischen offensichtlich viel von seinem Schrecken verloren, und das kam auch dem Treffen der Christdemokraten in den früheren Verkaufsräumen der Winzer eG zugute. 44 stimmberechtigte Mitglieder waren vor Ort, als es nach einem kurzen Sektempfang und der Begrüßung durch die stellvertretenden Vorsitzenden Susanne Benyr und Benjamin Leonhardt (CDU-Chef Steffen Gugenberger hatte aus persönlichen Gründen abgesagt) losging. Einziger Tagesordnungspunkt der außerordentlichen Sitzung: die Wahl der Delegierten für den Kreisparteitag.

Dass es sich hierbei nicht um eine reine Formalie handelt, sondern dass die Gewählten eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die künftige Besetzung der Mandate auf Kreis-, Landes- und Bundesebene, aber auch um Personalien bei Bürgermeisterwahlen geht, darauf machte Heppenheims Kreisbeigeordneter Philipp-Otto Vock aufmerksam, der die Leitung der geheimen Wahl übernommen hatte. Auf den ersten zehn Plätzen landeten Steffen Gugenberger, Rainer Burelbach, Christian Engelhardt, Hermann-Peter Arnold, Susanne Benyr, Peter Engelhardt, Benjamin Leonhardt, Jürgen Semmler, Philipp-Otto Vock und Barbara Jäger.

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Während des etwa halbstündigen Wahlvorgangs nutzte der Bürstädter Landtagsabgeordnete Alexander Bauer – so wie der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister Gast des Festes – die Gelegenheit, die Heppenheimer Parteifreunde auf den anstehenden Wahlkampf einzustimmen. Voraussichtlich im Frühjahr wird es aber erst mal nicht um den Landtag, sondern darum gehen, das Amt des Bürgermeisters in den eigenen Reihen zu halten. Und auch wenn Rainer Burelbach bislang nicht erklärt hat, ob er – dann zum dritten Mal – antritt, ließ Bauer keinen Zweifel daran, wem er die positive Entwicklung der Kreisstadt zuschreibt und wen er für den richtigen Kandidaten hält.

„Heppenheim boomt“

„Rainer Burelbach wollte Kräne stehen sehen“, so Bauer, und das habe er geschafft, die Entwicklung der Stadt aber nicht nur bei der Schaffung von Wohnraum vorangetrieben. Während Heppenheim vor Burelbachs Amtsantritt finanziell am Tropf des Landes gehangen habe, stehe es heute bestens da: „Heppenheim boomt.“ Was nicht zuletzt daran liege, dass der Bürgermeister es besser als andere verstanden habe, die Fördermöglichkeiten durch das Land sinnvoll zu nutzen.

Angebote, die zur Verfügung stünden, weil es die CDU geschafft habe, Jahrzehnte SPD-Regierung zu beenden: „Es ist nicht egal, wer in Hessen regiert.“ Deshalb werbe er, Bauer, für Unterstützung in der kommenden politischen Auseinandersetzung. „Die Zeiten der Stammwähler sind vorbei, wir müssen für jede Stimme kämpfen“, und dafür brauche man die Hilfe der Parteifreunde vor Ort – Mitstreiter, auf die der Landtagsabgeordnete auch für die Wahlen 2023 setzen kann. Und die zum Teil schon seit mehr als einem halben Jahrhundert dabei sind, wenn für die eigenen politischen Ziele geworben wird.

Für 40-jährige Parteimitgliedschaft wurden beim Sommerfest Klaus Bitsch sowie Josef Tilger geehrt, für 50-jährige Zugehörigkeit zur CDU Brunhilde Regnitz, Wolfgang Gruß, Norbert Müller und Dieter Wohlfart. Seit sechs Jahrzehnten hält die 93 Jahre alte Gründerin des „Förderkreises musizierender Jugend“, Ruth Kutzmann, der CDU die Treue, in dieser Zeit gehörte sie unter anderem (ab 1971) 21 Jahre lang dem Stadtparlament an, zeitweilig auch als Fraktionsvorsitzende.

Und auch Heppenheims Altbürgermeister Ulrich Obermayr, der die Geschicke der Stadt von 1987 bis 2005 18 Jahre lang lenkte und im kommenden Januar seinen 80. Geburtstag feiern kann, trat der CDU vor schon 60 Jahren bei. Was in seinem Fall, wie er vor den amüsierten Sommerfestgästen ausplauderte, echten Mut abverlangte: Bad Hersfeld, im weitgehend protestantischen Osten Hessens gelegen, war zu diesem Zeitpunkt so wie der Landkreis und das ganze Land (fast) uneingeschränktes Hoheitsgebiet der SPD. Die CDU hatte allenfalls Exoten-Status. So wie 20 Jahre später die Grünen – heute der Koalitionspartner in Wiesbaden. jr/ü

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