Pandemie - Insgesamt gab es in der Region bisher 6477 Infektionen Corona-Inzidenz im Kreis Bergstraße sinkt morgen unter 100 - weitere Virus-Mutation entdeckt

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Bergstraße. Im Kreis Bergstraße sind heute sieben neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Sieben weitere Todesfälle wurden gemeldet. Betroffen sind eine 66-jährige, eine 88-jährige und eine 82-jährige Person aus Bensheim, eine 80-jährige Person aus Heppenheim, eine 48-jährige Person aus Fürth, eine 81-jährige Person aus Groß-Rohrheim und eine 91-jährige Person aus Wald-Michelbach.

Das Bekämpfungskonzept des Landes

Grundlage des Konzepts ist die sogenannte Inzidenz. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf die Einwohnerzahl des Kreises Bergstraße gemeint. 
  • Ab einer Inzidenz von 20: Der Kreis muss erste gezielte lokale Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen, zum Beispiel ein erweitertes Meldewesen und andere an die Situation angepasste Maßnahmen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind mit einem Widerrufsvorbehalt zu verbinden. Ordnungsämter müssen die Einhaltung der Maßnahmen verstärkt kontrollieren. In den Gesundheitsämtern müssen mindestens fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner bereitstehen, um die Infektionsketten nachverfolgen zu können.
  • Ab einer Inzidenz von 35: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus müssen erweitert werden. Außerdem wird der Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums eingebunden. Einschränkungen: Nicht mehr als 150 Teilnehmer bei Veranstaltungen, Ausnahmen müssen vom Gesundheitsamt unter Anwendung eines Hygienekonzepts genehmigt werden. Die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wird ausgeweitet auf Vergnügungsstätten, überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen. An privaten Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen nur noch bis zu 25 Leute oder zwei Hausstände teilnehmen. In privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen oder zwei Hausständen empfohlen. Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten wird eine Schließung zwischen 23 und 6 Uhr empfohlen.
  • Ab einer Inzidenz von 50: Es muss ein konsequentes Beschränkungskonzept erlassen werden, das gegebenenfalls Kontaktbeschränkungen beinhaltet. Das Gesundheitsamt muss eng mit dem Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums sowie mit dem koordinierenden Krankenhaus zusammenarbeiten. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss auch am Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Für besonders belebte Straßen und Plätze ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu empfehlen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht. Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen maximal von zehn Leuten oder zwei Hausständen besucht werden. Für Feiern in privaten Räumen wird Gleiches empfohlen. Gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten bleiben zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen. Für Alkohol gilt: der Konsum auf belebten Plätzen und Straßen und die Abgabe zum Sofortverzehr ist in dieser Zeit ebenfalls verboten. An öffentlichen Veranstaltungen dürfen maximal 100 Leute teilnehmen. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzepts.
  • Ab einer Inzidenz von 75: Der Planungsstab des Sozialministeriums übernimmt die Steuerung der medizinischen Lage im Kreis. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Leute oder Angehörige von zwei Hausständen treffen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind zu überprüfen und möglicherweise zu widerrufen.
  • Ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen: Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, zum Beispiel die ​Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, Arztbesuche, Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, Versorgung von Tieren. Publikumsträchtige Ausflugsziele müssen auf geeignete Weise gesperrt werden. Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist ganztags untersagt. red
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Die Ermittlungen des Gesundheitsamtes haben ergeben, dass ein Todesfall aus Wald-Michelbach vom Freitag nicht unmittelbar mit der Pandemie in Zusammenhang steht. Der Todesfall wird deshalb nicht länger in der Statistik geführt. Bisher sind damit im Kreis 230 Menschen in der Pandemie gestorben. Die meisten Opfer gab es in Lampertheim (45), stark betroffen sind auch Bensheim (39) und Heppenheim (27). 

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Wie das Landratsamt weiter berichtete, sind seit dem Ausbruch der Epidemie 6477 Infektionsfälle registriert worden. Die neuen Fälle stammen aus Bensheim (3) und Lautertal (2) sowie aus Biblis und Bürstadt. Zur Zahl der Genesenen und zu von Infektionen betroffenen Einrichtungen machte der Kreis heute keine Angaben. 

Dem Kreis sind aktuell 756 Infizierte bekannt. In den Bergsträßer Krankenhäusern werden 67 Patienten behandelt. Darunter sind 52 mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liegt ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor. 

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Im Kreis ist heute ein weiterer Fall der britischen Corona-Mutation B.1.1.7 nachgewiesen worden – und zwar in Bürstadt. Bereits am Freitag war in einer Kindertagesstätte in Gorxheimertal eine derartige Virus-Mutation nachgewiesen worden, wie Gesundheitsdezernentin Diana Solz gestern gemeldet hatte. Die beiden Fälle stehen nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht miteinander in Verbindung.

Wie aus der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter hervorgeht, gab es 279 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was für heute einer Quote von 102,91 Infektionen pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz) entspricht. Dieser Wert wird morgen auf 98 sinken, da die Fallzahlen heute denen der Vorwoche (19) entsprechen. 

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Hessenweit wurden Zahlen des Robert-Koch-Instituts (Stand 0 Uhr)  zufolge heute 940 Infektionen nachgewiesen. Seit Beginn der Pandemie registrierten die Gesundheitsämter in Hessen somit 171.823 Infektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 26 auf 4812. dpa/tm

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