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Chefermittler im Mordfall Lübcke: Markus H. war "Pflänzchensetzer"

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dpa/lhe
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Ermittlung. Der Chefermittler im Mordfall Lübcke hat in Markus H. einen "Pflänzchensetzer" bei Stephan Ernst gesehen. H. sei kein Führer der rechten Szene in Nordhessen, aber ein Ideengeber aus dem Hintergrund gewesen, sagte Daniel Muth am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag in Wiesbaden. Der Leitende Kriminaldirektor Muth war Leiter der "Soko Liemecke", die im Mordfall Walter Lübcke ermittelte.

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Ernst und H. seien Freunde gewesen, beide "stramm rechts", wie Muth erläuterte. H. sei polizeilich gesehen "nicht wirklich gefährlich" gewesen. Ernst und H. seien jedoch der Auffassung gewesen, dass man "gegen die Überislamisierung in Deutschland und Europa etwas tun müsse". Ernst hatte den Mord an Walter Lübcke wiederholt gestanden - jedoch in unterschiedlichen Versionen. Dabei belastete er Markus H., der mit am Tatort gewesen sei. H. selbst hatte sich nicht geäußert.

Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte Stephan Ernst Ende Januar 2021 wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Deutsche den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke aus rechtsextremen Motiven erschossen hatte. Markus H. war wegen Beihilfe zum Mord an dem CDU-Politiker angeklagt, wurde in diesem Anklagepunkt jedoch freigesprochen. Er wurde wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Untersuchungsausschuss soll die Rolle der hessischen Sicherheitsbehörden im Mordfall Lübcke aufarbeiten. Der Kasseler Regierungspräsident war 2019 getötet worden.

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