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Bundespolizei zerschlägt mutmaßliches Schleusernetzwerk

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dpa
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Koblenz. Unter anderem auf den Ladeflächen von Kleintransportern sollen Schleuser Flüchtlinge nach Deutschland gebracht haben. Eine Polizeirazzia hat den kriminellen Aktivitäten nun ein Ende gesetzt.

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Die Bundespolizei ist mit einer Razzia in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern gegen ein mutmaßliches Schleusernetzwerk vorgegangen. Dabei durchsuchten die Beamten am frühen Dienstagmorgen 20 Wohn- und Geschäftsräume und vollstreckten sechs Untersuchungshaftbefehle, wie die Bundespolizeidirektion Koblenz mitteilte. Der Schwerpunkt der Polizeiaktion war in Nordhessen. Auch Spezialkräfte waren im Einsatz, da die Ermittler davon ausgingen, dass drei der mutmaßlichen Täter Schusswaffen hatten.

Die Schleuser sollen zum Teil unter lebensgefährlichen Umständen mindestens rund 150 Flüchtlinge in angemieteten Fahrzeugen von Weißrussland, Polen und Österreich aus nach Deutschland gebracht haben. Dabei habe es sich vor allem um syrische Staatsangehörige gehandelt. Nach Angaben der Ermittler waren sie bei den Fahrten teils auf den Ladeflächen von Kleintransportern untergebracht.

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Die seit November 2021 laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kassel wegen der banden- und gewerbsmäßigen Einschleusung von Ausländern richten sich vor allem gegen vier Syrer, einen Iraker sowie einen Iraner. Sie sollen abhängig von der Route zwischen 600 und 2000 Euro pro Flüchtling erhalten haben. Insgesamt sollen so rund 200 000 Euro zusammengekommen sein.

Die Schleuser sollen Geflüchtete nach ihrer Ankunft in Deutschland unter anderem in einem Haus in der Innenstadt von Korbach im Kreis Waldeck-Frankenberg untergebracht haben. Später seien die Menschen dann weiter nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande geschleust worden.

Zwei der Beschuldigten stehen außerdem unter Verdacht, in zwei Fällen mehrere Kilo Drogen nach Deutschland eingeführt zu haben.

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