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Bewährungsstrafe nach Messerattacke in Obdachlosenunterkunft

Von 
dpa
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Frankfurt/Main. Wegen einer Messerattacke auf einen Zimmernachbarn ist ein 55 Jahre alter Bewohner einer Frankfurter Obdachlosenunterkunft am Montag vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte seinem Opfer Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt. Das Gericht ging von gefährlicher Körperverletzung und damit von einem fehlenden Tötungsvorsatz aus. Ursprünglich hatte die Anklage auf versuchten Mord gelautet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Aktenzeichen 3590 Js 251420/21).

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Zwischen den beiden Bewohnern hatte es bereits vor der Tat im Oktober vergangenen Jahres immer wieder Streitereien wegen Lärmbelästigung und ähnlicher Bagatellen gegeben. Die Aggressionen waren aber bislang nur von dem 20-Jährigen ausgegangen. Nach seinen eigenen Worten wollte der Angeklagte schließlich seinem lästigen Nachbarn "eine Lektion erteilen". An einen möglichen Tod des Kontrahenten habe er dabei nicht gedacht.

Die Strafkammer wertete das aggressive Vorverhalten des Opfers als strafmildernd und schloss dabei ein Tötungsdelikt aus. Der Mann zeige mittlerweile auch wieder eine "positive Prognose", so dass die Strafaussetzung zur Bewährung vertretbar sei, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert.

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