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Baumaßnahme - Am Montag beginnen erste Vorbereitungen für den Bau eines Rad- und Gehweges zwischen Hüttenfeld und Viernheim

Bevor die Bagger kommen, wird der Boden bei Viernheim auf Bomben untersucht

Von 
red
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Symbolbild. © dpa

Bergstraße. Der Neubau eines Geh- und Radweges zwischen Viernheim und Hüttenfeld entlang der Landesstraße 3111 wirft seine Schatten voraus: Am Montag beginnen erste Vorbereitungen für die Maßnahme – und das sind „umfassende Kampfmittelsondierungen“. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte August.

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Für die Untersuchungen im Fahrbahnbereich wird die Landesstraße in diesem Zeitraum zeitweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird dann mittels Ampelanlage geregelt. Der Parkplatz am Waldsee kann für die Dauer der Arbeiten nur eingeschränkt genutzt werden.

Im Rahmen der anstehenden Arbeiten wird eine Fläche von insgesamt rund 67 000 Quadratmetern – das entspricht einem Areal in der Größe von ungefähr neun bis zehn Fußballfeldern – auf möglicherweise vorhandene Kampfmittel sondiert. Dabei werden auch sogenannte „Bombenverdachtsflächen“ untersucht.

Neben der magnetischen Oberflächensondierung mit anschließender Überprüfung von Verdachtspunkten werden in diesem Zuge auch sogenannte Bohrlochsondierungen durchgeführt, um Kampfmittel im tieferen Erdreich aufzuspüren.

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Kosten von einer halben Million

Zum Einbringen dieser Sonden müssen entlang der Landesstraße 3111 rund 5000 Bohrlöcher in eine Tiefe von etwa sechs Metern gebohrt werden.

Die Kosten der Kampfmittelsondierung belaufen sich auf rund 478 000 Euro und werden vom Land Hessen getragen.

Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der Baumaßnahme zum Neubau eines straßenbegleitenden Rad- und Gehweges entlang der Landesstraße 3111 zwischen Viernheim und Hüttenfeld. Die Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung Ende August beginnen und voraussichtlich bis Ende 2023 andauern.

Zwischen Viernheim und dem Lampertheimer Stadtteil Hüttenfeld besteht derzeit keine direkte Radwegeverbindung. Der Radverkehr muss daher im Verkehr der Landesstraße fließen oder alternativ mehrere Kilometer Umweg über das umliegende Wald- und Wirtschaftswegenetz nehmen.

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Mit dem Bau des neuen, durchgehenden und parallel zur Fahrbahn verlaufenden Geh- und Radweges wird eine direkte Verbindung für den unmotorisierten Verkehr geschaffen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit für diesen deutlich erhöht.

Der neu herzustellende Radweg beginnt am Anschluss des Kreisverkehrsplatzes am Ortseingang Viernheim und erstreckt sich auf einer Länge von rund 4,2 Kilometern bis zur Einmündung der Viernheimer Straße in Hüttenfeld. Er verläuft in einer Breite von etwa 2,50 Metern und in einem Abstand von rund 1,75 Metern zur Fahrbahn westlich der Landesstraße und orientiert sich in seinem Verlauf an der Landesstraße. Nach rund 550 Metern quert der Radweg die Lorscher Straße über die bestehenden Fahrbahnteiler und verläuft bis zur Einmündung der Viernheimer Straße weiter auf der Westseite der Landesstraße. Im Bereich der Viernheimer Straße quert der Radweg die Landesstraße über eine neu herzustellende Querungshilfe und endet in der Viernheimer Straße.

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme wird darüber hinaus die Fahrbahn der Landesstraße saniert. Zudem beinhaltet die Gesamtmaßnahme den Bau einer neuen Amphibienschutzanlage mit insgesamt zehn Amphibiendurchlässen, Amphibienleiteinrichtungen und Stopprinnen. red

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