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Pandemie - Trotz Delta-Variante sollen Beschränkungen deutlich gelockert werden / Acht neue bestätigte Corona-Fälle im Kreis Bergstraße

Bald wieder Großveranstaltungen

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red/dpa
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Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Große Sportverstaltungen mit bis zu 25 000 Zuschauern sollen trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden. Bei bestimmten Veranstaltungen sollen sogar mehr Teilnehmer erlaubt sein. Bayern will die Obergrenze allerdings bei 20 000 Zuschauern ziehen. Darauf verständigten sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien, wie Berlin als derzeitiges Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz mitteilte. Die Entscheidung kommt rechtzeitig zum Start der nächsten Bundesliga-Saison.

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verwies auf Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung mit niedrigen Infektionszahlen und immer mehr Impfungen. „Dadurch gewinnen wir Spielräume.“ Gerade mit Blick auf die Gefahren neuer Virusvarianten mahnte Müller aber weiter zur Vorsicht. „Ich appelliere an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Veranstaltungen und nach wie vor auch an alle Bürgerinnen und Bürger, Regeln und Vorgaben weiterhin zu respektieren und zu beachten. Wir dürfen und wollen keine vierte Welle der Pandemie riskieren.“ Die Neuregelung muss noch in jeweiliges Landesrecht übertragen werden.

Für Kulturverstaltungen „mit mehr als 5000 zeitgleich Anwesenden“ sollen auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden. Eine Zuschauer-Obergrenze wird an dieser Stelle nicht genannt.

Derweil breitet sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus immer stärker aus in Deutschland. In deutschen Laboren geht mittlerweile knapp die Hälfte aller untersuchten Corona-Befunde auf die Delta-Variante zurück. Das teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Demnach betrug der Delta-Anteil bei der Datenerhebung der Woche bis 4. Juli 47 Prozent. Der Verband sprach von einem „erwartungsgemäßen“ Anstieg.

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Die Zahl der Schüler und Schülerinnen in England, die in der Pandemie wegen Selbstisolation nicht am Unterricht teilnehmen, ist in den vergangenen Wochen massiv gestiegen. Der Regierung zufolge waren am 1. Juli rund 560 000 Schüler in Selbstisolation, weil eine Person in ihrer Klasse zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Für den Kreis Bergstraße wurden am Dienstag acht neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet, darunter einer in Bensheim und zwei in Heppenheim. Der Inzidenzwert stieg laut Robert-Koch-Institut auf 8,5 (Vortag: 7,8). Im Impfzentrum des Kreises am Berliner Ring in Berlin wurden mittlerweile (Stand Montag) 82 517 Erstimpfungen und 68 205 Zweitimpfungen verabreicht.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße von 42 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 31 Betten belegt. Mit Covid-19 infizierte Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, gibt es derzeit nicht.

Hessenweit sind binnen eines Tages 23 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 3 auf insgesamt 7545 seit Beginn der Pandemie. Die landesweite Inzidenz lag am Dienstag bei 7,7 nach 7,8 am Vortag. red/dpa

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