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Awo Frankfurt will über zwei Millionen von Ex-Führungsriege zurück

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dpa
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Frankfurt am Main. Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat ihre ehemalige Geschäftsführung auf Schadenersatz verklagt. Vor dem Frankfurter Arbeitsgericht begann am Freitag die Verhandlung gegen fünf Mitglieder der früheren Awo-Führungsriege. Insgesamt will die Awo mehr als zwei Millionen Euro zurück. Auf eine gütliche Einigung konnten sich die Parteien am Freitag nicht einigen. Die Beklagten ließen sich durch Anwälte vertreten. Die Kammer will ihren Beschluss am 16. November verkünden.

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Verhandelt wird gegen den früheren Chef des Frankfurter Kreisverbands, Jürgen Richter, und seine Ehefrau Hannelore, die den Kreisverband Wiesbaden leitete, sowie drei weitere hochrangige frühere Mitarbeiter. Größter Einzelposten ist eine aus Sicht der neuen Awo-Führung ungerechtfertigte Spende von mehr als 935 000 Euro des Kreisverbands Frankfurt an den Kreisverband Wiesbaden. Außerdem geht es um überhöhte Anwaltshonorare und Pauschalen ohne Gegenleistung.

Das "System Richter" habe einen Schaden von rund zehn Millionen Euro verursacht, sagte Petra Rossbrey, die Vorsitzende des Awo-Präsidiums. Zumindest einen Teil davon wolle man sich zurückholen.

"Die Selbstbereicherung durch Richter und seine Vertrauten hat tiefe Löcher gerissen, nicht nur in das Vertrauen in unseren Sozialverband, sondern auch in unsere Mittel, mit denen wir unsere Arbeit tun", sagte Vorstandsvorsitzender Steffen Krollmann.

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dpa/lhe
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