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Freizeit - Rund um Mörlenbach und Rimbach entsteht ein neues Angebot für Einheimische und Besucher

Auf einem Mundartweg mit „Gebabbel“ durchs Weschnitztal

Von 
red
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Mörlenbach/Rimbach. Im Weschnitztal entsteht ein Mundartweg: Auf einer Rundwanderstrecke sollen nicht nur Hinweise auf die natürlichen und baulichen Sehenswürdigkeiten in „Ourewällisch“ gegeben werden, sondern auch humorvolle und erklärende, sprachliche Beiträge über QR-Codes abrufbar sein. Die Vorbereitungen dafür sind weit gediehen und gehen jetzt in die Phase der Umsetzung. Noch im Spätherbst könnte die neue Attraktion für das Weschnitztal realisiert sein.

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Förderung vom Land

Die Initiatoren des Projektes „Mundartweg Weschnitztal“ haben eine die Förderzusage vom Land Hessen bekommen. Im Rahmen des Förderprogrammes „Starkes Dorf – wir machen mit“ fließen Steuermittel aus Wiesbaden in dieses Gemeinschaftsprojekt vom Odenwaldklub, Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald sowie den Mundartfreunden Südhessen. Mit eingebunden sind die Verwaltungen von Rimbach und Mörlenbach, örtliche „Mundartisten“ sowie die lokale Gastronomie und Geschäftswelt.

Infotafeln mit QR-Codes

Landrat Christian Engelhardt, Mundartfreund Bernd Ginader von der Ourewäller Kuchestubb in Mörlenbach und Fritz Ehmke von den Mundartfreunden Südhessen hatten zusammen die Idee für dieses Projekt und haben die Umsetzung angeregt. Der Mundartweg Weschnitztal ist als Rundweg geplant mit einer voraussichtlichen Wegstrecke von rund 11,5 Kilometern – also einer Wanderzeit von etwa drei Stunden. Es wird auch eine kurze Variante angeboten, mit voraussichtlich 5,5 Kilometern Länge.

Als Start und Zielpunkt ist die Juhöhe vorgesehen (Parkplatz Frauenhecke). „Der Weg ist für alle Altersgruppen gut zu wandern“, informieren die Initiatoren in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der genaue Streckenverlauf mit den Standorten der Abhör-Stationen befindet sich demnach zurzeit noch in der Planungsphase und wird nach erfolgter Genehmigung zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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Der Mundartweg Weschnitztal führt nach derzeitigem Planungsstand durch Wälder, über Streuobstwiesen, in Orte mit schönen Fachwerkhäusern und idyllischen Bachläufen. „Er bietet Natur pur mit vielen schönen Aussichten, gemütliche Rastmöglichkeiten und schattigen Plätzen im Hochsommer“, versprechen die Planer.

Einkehrmöglichkeiten

Am Start-/Endpunkt sowie auch auf der Wegstrecke bestehen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten mit Odenwälder Spezialitäten. An der Wegstrecke verteilt werden Informationstafeln mit aufgebrachten QR-Codes stehen, die mit einem Smartphone abgetastet werden können, um die mundartlichen Beiträge anzuhören. Dazu gehören die Begrüßung durch die Bürgermeister, die Vorstellung von regionalen Begebenheiten am jeweiligen Standort, Mundart-Lektionen, Mundartlieder und lustige Geschichten von regionalen Mundartrednern.

Die Initiatoren rufen dazu auf, sich mit regionalen mundartlichen Beiträgen zu bewerben – möglich sind Wort und Liedbeiträge mit einer maximalen Zeitdauer von jeweils drei Minuten. Als Beispiele nennen die beteiligten Gruppen: „Geschichten zu Brauchtum sowie historischen Begebenheiten im Weschnitztal, regionale Lieder im oder über das Weschnitztal, kulturelle Ereignisse im Weschnitztal“. Falls die Bewerber selbst nicht im regionalen Dialekt „babbeln“ können oder wollen, können das auch regionale „Mundartbabbler“ übernehmen. Ansprechpartner für die Bewerbungen ist Fritz Ehmke (Telefon 06254 / 2830; E-Mail: ehmke@fritzehmke.de).

Ehmke betreibt in Modautal ein Tonstudio und hat vor einem Jahr zusammen mit dem OWK den ersten Mundartweg in Hessen – im Modautal – eingerichtet. Die Babbelbox ist eine von Ehmke entwickelte Rarität, eine Box in Schuhkartongröße. „Der erste Schuhkarton auf der Welt, der auf Knopfdruck hessisch babbeln und singen kann, ist das Highlight am Startpunkt des Modautaler Mundart-Wanderweges“, berichtet er. Ein weiteres Exemplar erhält ein neuer Mundartwanderweg in Mengerskirchen im Westerwald.

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Für den Mundartweg werden auch noch Sponsoren gesucht, „denn der zur Verfügung stehende Förderbetrag deckt nicht alle Kosten ab“, teilen die Initiatoren mit, „Beiträge von und über die Sponsoren können an den Abhörstationen und in Werbeunterlagen berücksichtigt werden“.

Ansprechpartner ist Berthold Kuntz vom Odenwaldklub Rimbach (Telefon 06253 / 84799, 0171/7826800; E-Mail: berthold.kuntz@t-online.de). red

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