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Nachhaltigkeit - Kritische Stimmen zu Plänen der EU-Kommission

Atomgegner an der Bergstraße sehen „Irrweg“

Von 
red
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Bergstraße. Die EU-Kommission will Atomenergie als „klimafreundlich und nachhaltig“ deklarieren, um den Weg für Investitionen in Nukleartechnologie zu ebnen. Atomkraft soll als Öko-Technik in die sogenannte „Taxonomie“-Verordnung aufgenommen werden. Für die Bergsträßer Anti-Atom-Initiativen AK.W.Ende und „Atomerbe Biblis“ ist das ein „Irrweg“.

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Die Bergsträßer Atomgegner sprechen von einer „Fata Morgana“, wenn Atombefürworter als vermeintliche Klimaschützer ein „nukleares Comeback herbeireden wollen.“ Für die Initiativen-Sprecher Rainer Scheffler (Lautertal) und Volker Ahlers (Heppenheim) gibt es „nach den atomaren Großkatastrophen von Windscale, Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima, die allesamt nach den Vorhersagen einschlägiger Risikostudien nur einmal in hunderttausend Jahren hätten geschehen dürfen, keine energiepolitische Zukunft.“

Bei globaler Betrachtung werde klar: „Die Atomindustrie ist auf ihrer letzten Etappe.“ Laut dem alljährlich veröffentlichten World Nuclear Industry Status Report – zeitgleich im September 2021 in Paris und Washington vorgestellt – erreiche Atomstrom weltweit nur noch zehn Prozent am Strommix, weit unter dem einstigen Höchststand von 17,5 Prozent im Jahr 1996.

„Weltweit wurden 2020 fünf neue Reaktoren in Betrieb genommen, darunter die ersten in Weißrussland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zugleich wurden sechs Blöcke abgeschaltet.“

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Der Report, der als die profundeste öffentlich verfügbare Datenanalyse zur globalen Atomwirtschaft gelte, lege zudem dar, dass die in den vergangenen Jahren viel diskutierten neuen Reaktortypen, wie der Small Modular Reactor (SMR) selbst unter günstigsten Umständen kaum wirtschaftlich sein werden, schreiben AK.W.Ende und „Atomerbe Biblis“. Und die Atomkraftgegner fügen hinzu: „Das Greenwashing der Atomenergie wird spätestens dann absurd, wenn man an die Folgen des Uranabbaus für Mensch und Umwelt sowie an die weltweit ungelöste Frage der Endlagerung des Atommülls denkt.“ red

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