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Kindernachrichten-Podcasts

Als es noch Stadtschreier gab

Von 
fw
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Liebe Kinder, heute ist der internationale Tag der Stadtschreier. Ja, da musste ich mich auch erst einmal schlau machen, was genau es damit auf sich hat.

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Der Stadtschreier war ein Beruf, der heute nicht mehr ausgeübt wird. Sie waren Beschäftigte einer Gemeinde oder einer Stadt. Wenn es wichtige Neuigkeiten zu verkünden gab, zog der Stadtschreier durch die Straßen und rief den Leuten die Nachrichten zu.

Fred Fuchs © MM

Der Grund dafür war einfach der, dass damals die meisten Menschen nicht lesen konnten. Da aber alle Bewohner einer Stadt mit wichtigen Informationen versorgt werden mussten, zog der Gemeindediener, wie er in Deutschland genannt wurde, durch die Stadt und rief den Leuten die wichtigsten Nachrichten zu.

Diesen Beruf gab es bereits im alten Rom. Also in der Zeit zwischen 753 vor Christus bis 476 nach Christus. Das ist also schon über 2000 Jahre her. Damals verkündete der Stadtschreier, wann die Märkte öffneten, wer dort Dinge verkaufen durfte und was es zu kaufen gab.

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Im Mittelalter war der Beruf des „Ausrufers“, ein anderer Name für den Stadtschreier, auch in Europa vertreten. Häufig trugen die Männer und Frauen, die diesen Beruf ausübten, eine Glocke mit sich, die sie läuteten, um die Aufmerksamkeit der Bürger zu bekommen. Sie verkündeten in Europa alle möglichen Neuigkeiten.

Mit Aufkommen des Buchdrucks, dem Verkauf von Zeitungen und der zunehmenden Zahl an Menschen, die lesen konnten, war der Beruf bald überflüssig.

Um an diesen Beruf zu erinnern, gibt es seit 25 Jahren – immer am zweiten Montag im Juli – den internationalen Tag der Stadtschreier. In England gibt es den Beruf noch. Dort rufen sie heute noch traditionell aus, wenn es Geburten oder Todesfälle innerhalb der königlichen Familie gibt. fw

Diese Folge der Kindernachrichten gibt es hier zum Nachhören.

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