Pandemie - Insgesamt gab es bisher 6718 Infektionen 54 neue Corona-Fälle am Donnerstag im Kreis Bergstraße

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Bergstraße. Im Kreis Bergstraße sind heute 54 neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Zwei weitere Todesfälle wurden gemeldet. Betroffen sind eine 63-jährige Person aus Wald-Michelbach und eine 81-jährige Person aus Lindenfels. Damit sind im Kreis inzwischen 248 Menschen der Pandemie zum Opfer gefallen. Die Stadt Bensheim hat die meisten Opfer (48) zu verzeichnen. Stark betroffen sind auch Lampertheim (46) und Heppenheim (28). 

Das Bekämpfungskonzept des Landes

Grundlage des Konzepts ist die sogenannte Inzidenz. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf die Einwohnerzahl des Kreises Bergstraße gemeint. 
  • Ab einer Inzidenz von 20: Der Kreis muss erste gezielte lokale Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen, zum Beispiel ein erweitertes Meldewesen und andere an die Situation angepasste Maßnahmen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind mit einem Widerrufsvorbehalt zu verbinden. Ordnungsämter müssen die Einhaltung der Maßnahmen verstärkt kontrollieren. In den Gesundheitsämtern müssen mindestens fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner bereitstehen, um die Infektionsketten nachverfolgen zu können.
  • Ab einer Inzidenz von 35: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus müssen erweitert werden. Außerdem wird der Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums eingebunden. Einschränkungen: Nicht mehr als 150 Teilnehmer bei Veranstaltungen, Ausnahmen müssen vom Gesundheitsamt unter Anwendung eines Hygienekonzepts genehmigt werden. Die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wird ausgeweitet auf Vergnügungsstätten, überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen. An privaten Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen nur noch bis zu 25 Leute oder zwei Hausstände teilnehmen. In privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen oder zwei Hausständen empfohlen. Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten wird eine Schließung zwischen 23 und 6 Uhr empfohlen.
  • Ab einer Inzidenz von 50: Es muss ein konsequentes Beschränkungskonzept erlassen werden, das gegebenenfalls Kontaktbeschränkungen beinhaltet. Das Gesundheitsamt muss eng mit dem Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums sowie mit dem koordinierenden Krankenhaus zusammenarbeiten. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss auch am Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Für besonders belebte Straßen und Plätze ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu empfehlen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht. Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen maximal von zehn Leuten oder zwei Hausständen besucht werden. Für Feiern in privaten Räumen wird Gleiches empfohlen. Gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten bleiben zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen. Für Alkohol gilt: der Konsum auf belebten Plätzen und Straßen und die Abgabe zum Sofortverzehr ist in dieser Zeit ebenfalls verboten. An öffentlichen Veranstaltungen dürfen maximal 100 Leute teilnehmen. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzepts.
  • Ab einer Inzidenz von 75: Der Planungsstab des Sozialministeriums übernimmt die Steuerung der medizinischen Lage im Kreis. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Leute oder Angehörige von zwei Hausständen treffen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind zu überprüfen und möglicherweise zu widerrufen.
  • Ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen: Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, zum Beispiel die ​Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, Arztbesuche, Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, Versorgung von Tieren. Publikumsträchtige Ausflugsziele müssen auf geeignete Weise gesperrt werden. Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist ganztags untersagt. red
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Wie das Landratsamt weiter berichtete, sind seit dem Ausbruch der Epidemie 6718 Infektionsfälle registriert worden. Die neuen Fälle stammen aus Bensheim (11), Einhausen (2), Heppenheim (2), Lautertal (4), Lindenfels (2) und Lorsch (2) sowie aus Biblis (6), Birkenau (2), Bürstadt (2), Fürth (2), Gorxheimertal (3), Groß-Rohrheim (5), Lampertheim (8) und Wald-MIchelbach (3). Zu den betroffenen Einrichtungen zählen zwei Kindergärten in Lorsch ein Pflegeheim in Lindenfels sowie das Heiig-Geist-Hospital in Bensheim.

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Dem Kreis sind zurzeit 778 Infizierte bekannt. In den Bergsträßer Krankenhäusern werden 81 Patienten behandelt. Darunter sind 61 mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liegt ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor. 

Es gibt drei weitere bestätigte Fälle der britischen Virusmutation B.1.1.7. Bei einem besteht ein Zusammenhang zu einer Infektion in einer Kindertagesstätte in Lampertheim. Weitere Fälle sind in Wald-Michelbach und Viernheim aufgetreten. Zwei Personen, die nicht im Kreis Bergstraße wohnen, wurden ebenfalls positiv auf B.1.1.7 getestet. Sie stehen in Beziehung zur Kindertagesstätte in Gorxheimertal. Insgesamt sind damit nach Kreisangaben mittlerweile elf Fälle der britischen Virusmutation bestätigt.

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Wie aus der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter hervorgeht, gab es 328 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was für heute einer Quote von 120,98 Infektionen pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz) entspricht. Dieser Wert wird morgen auf 122 steigen, da die Fallzahlen heute etwas über denen der Vorwoche (52) liegen. 

In Hessen sind 1177 weitere Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der bislang registrierten Fälle liegt damit bei 174.489, wie aus Daten des Berliner Robert-Koch-Instituts hervorgeht (Stand 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle stieg um 61 auf 5050. dpa/tm

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