Pandemie - Insgesamt wurden im Kreisgebiet 6470 Infektionen gezählt 43 neue Corona-Fälle im Kreis Bergstraße am Samstag – Britische Virusmutation nachgewiesen

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Symbolbild © dpa

Bergstraße. Im Kreis Bergstraße sind am Samstag 43 neue Corona-Fälle gemeldet worden, wie Gesundheitsdezernentin Diana Stolz am Abend mitteilte. Weitere Todesfälle wurden nicht bekannt. Die Gesamtzahl der Opfer im Kreisgebiet liegt bei 224. 

Das Bekämpfungskonzept des Landes

Grundlage des Konzepts ist die sogenannte Inzidenz. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf die Einwohnerzahl des Kreises Bergstraße gemeint. 
  • Ab einer Inzidenz von 20: Der Kreis muss erste gezielte lokale Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen, zum Beispiel ein erweitertes Meldewesen und andere an die Situation angepasste Maßnahmen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind mit einem Widerrufsvorbehalt zu verbinden. Ordnungsämter müssen die Einhaltung der Maßnahmen verstärkt kontrollieren. In den Gesundheitsämtern müssen mindestens fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner bereitstehen, um die Infektionsketten nachverfolgen zu können.
  • Ab einer Inzidenz von 35: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus müssen erweitert werden. Außerdem wird der Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums eingebunden. Einschränkungen: Nicht mehr als 150 Teilnehmer bei Veranstaltungen, Ausnahmen müssen vom Gesundheitsamt unter Anwendung eines Hygienekonzepts genehmigt werden. Die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wird ausgeweitet auf Vergnügungsstätten, überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen. An privaten Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen nur noch bis zu 25 Leute oder zwei Hausstände teilnehmen. In privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen oder zwei Hausständen empfohlen. Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten wird eine Schließung zwischen 23 und 6 Uhr empfohlen.
  • Ab einer Inzidenz von 50: Es muss ein konsequentes Beschränkungskonzept erlassen werden, das gegebenenfalls Kontaktbeschränkungen beinhaltet. Das Gesundheitsamt muss eng mit dem Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums sowie mit dem koordinierenden Krankenhaus zusammenarbeiten. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss auch am Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Für besonders belebte Straßen und Plätze ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu empfehlen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht. Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen maximal von zehn Leuten oder zwei Hausständen besucht werden. Für Feiern in privaten Räumen wird Gleiches empfohlen. Gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten bleiben zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen. Für Alkohol gilt: der Konsum auf belebten Plätzen und Straßen und die Abgabe zum Sofortverzehr ist in dieser Zeit ebenfalls verboten. An öffentlichen Veranstaltungen dürfen maximal 100 Leute teilnehmen. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzepts.
  • Ab einer Inzidenz von 75: Der Planungsstab des Sozialministeriums übernimmt die Steuerung der medizinischen Lage im Kreis. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Leute oder Angehörige von zwei Hausständen treffen. Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind zu überprüfen und möglicherweise zu widerrufen.
  • Ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen: Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, zum Beispiel die ​Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, Arztbesuche, Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, Versorgung von Tieren. Publikumsträchtige Ausflugsziele müssen auf geeignete Weise gesperrt werden. Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist ganztags untersagt. red
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Insgesamt sind nun 6470 Infektionsfälle bekannt geworden. Die neuen Fälle wurden gemeldet aus Bensheim (3), Einhausen (4), Lindenfels (3), Lorsch, Heppenheim und Zwingenberg (2) sowie aus Bürstadt (2), Fürth (5), Lampertheim (13) und Viernheim (9). 

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Derzeit befinden sich laut Stolz 61 Patienten mit einer Infektion in den Krankenhäusern im Kreis Bergstraße. Zur aktuellen Gesamtzahl der Infizierten und zu den von Corona-Fällen betroffenen Einrichtungen machte die Dezernentin keine Angaben.

In Gorxheimertal wurde in einem Kindergarten gestern eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Dazu teilte Diana Stolz heute mit, dass die Untersuchung ergeben habe, dass es sich um die britische Variante B 1.1.7. Die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Variante ist vermutlich durch Reiserückkehrer nach Deutschland gebracht worden und gilt als deutlich ansteckender als das konventionelle Virus. Inwieweit es auch zu mehr tödlich verlaufenden Infektionen führt, ist noch nicht klar.  

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Es gab in den vergangenen sieben Tagen 321 Infektionsfälle. Die Inzidenz, also die Zahl an Infektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner liegt bei 118,40. Morgen wird der Wert weiter auf 103 sinken, da die Zahl der Infektionsfälle heute deutlich unter der von voriger Woche (85) liegt. 

In Hessen wurden heute 925 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (Stand: 0 Uhr) mitteilte. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle stieg auf 170.883. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 53 auf 4786. dpa/tm

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