AfD - Vorstand geht Verdacht auf Parallelstrukturen nach

Wird „Flügel“ reaktiviert?

Von 
dpa
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AfD-Bundeschef Meuthen will die Vor-gänge in Niedersachsen prüfen. © dpa

Hannover/Berlin. Der AfD-Bundesvorstand will Berichten über den Aufbau neuer Strukturen des vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften „Flügels“ nachgehen. Informationen dazu aus Niedersachsen seien ihm „parteiintern zugespielt worden“, sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Soweit da der Versuch besteht, Parallelstrukturen aufzubauen, ist das definitiv nicht hinnehmbar und parteischädigend“, sagte Meuthen.

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Der Fall sollte bereits am Freitagnachmittag auf einer Sitzung des Parteivorstandes in Berlin besprochen werden. Dem Vernehmen nach ist aber noch mit keiner Entscheidung zu rechnen, da die mutmaßlichen Netzwerker dem Bundesvorstand wohl zuerst Rede und Antwort stehen sollen.

Unter der Bezeichnung „Patrioten“ soll die Gruppierung aus Niedersachsen an den gewählten Kreisverbänden vorbei bei einem Treffen im Februar versucht haben, alte Flügelstrukturen zu reaktivieren, berichten das Politikjournal Rundblick sowie WDR und NDR unter Verweis auf Mitschnitte des Treffens und eine eidesstattliche Erklärung eines Anwesenden. Der Sachverhalt wurde der dpa am Freitag aus verlässlicher Quelle bestätigt.

Der Generalsekretär der Niedersachsen-AfD, Nicolas Lehrke, sagte, man habe noch keinen vollständigen Überblick über das Zusammentreffen vom 20. Februar 2021. Nach Medienberichten sollen auch Landesvorstandsmitglieder und mehrere Bundestagsabgeordnete bei dem Treffen dabei gewesen sein. 

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