Fußball-EM - In 33 Kreisen größte Auslands-Fangruppe

Türkei hat die meisten Anhänger

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epd
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Stuttgart. Es hat schon Tradition, dass das Statistische Landesamt für den Südwesten das Jubelpotenzial der teilnehmenden Nationalmannschaften bei internationalen Fußball-Großereignissen ermittelt. Grundlage für die Statistik sind jeweils die Personen, die in Baden-Württemberg leben und die Staatsangehörigkeit eines Teilnehmerlandes haben, erläuterten die Statistikexperten am Freitag in Stuttgart zum Start der diesjährigen Europameisterschaft. Den größten potenziellen Fanblock hat den Angaben zufolge die Türkei mit gut 251 000 Personen, gefolgt von Italien mit knapp 184 000, Kroatien mit rund 125 000 und Polen mit knapp 85 000.

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Schweden nur schwach vertreten

Vergleichsweise schwach vertreten seien dagegen die Schweden, Belgier, Finnen und Dänen mit jeweils weniger als 2500 Staatsangehörigen. Im Südwesten leben insgesamt rund 931 000 Personen, die die Staatsangehörigkeit eines der 23 ausländischen Teilnehmerländer der Fußballeuropameisterschaft haben. Damit könne diesmal die Hälfte aller Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft mit ihrer Nationalmannschaft „mitfiebern“.

Die Unterschiede in den einzelnen Stadt- und Landkreisen seien groß, hieß es weiter. Absolut betrachtet ist die Landeshauptstadt Stuttgart Spitzenreiter, denn dort leben rund 78 000 ausländische Einwohnerinnen und Einwohner aus einem der Teilnehmerländer. Prozentual gemessen an der Einwohnerzahl gibt es aber in Mannheim, Pforzheim und Heilbronn mehr Personen, die potenziell für ein ausländisches Heimatland jubeln. Am wenigsten sind es mit nur knapp fünf Prozent der Einwohner in den Landkreisen Main-Tauber und Emmendingen. In 33 der 44 Stadt- und Landkreise stellen Fans der Türkei die größte Gruppe.