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Wirtschaft - Forschungs-Staatssekretär informiert sich bei Zwingenberger Wissenschaftlern über Methode zur Erbgut-Veränderung

Meister: Brain-Entwicklung stärkt Biotechnologie-Sektor

Von 
red
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Zwingenberg. Die Brain Biotech AG entwickelt zurzeit Instrumente zur gezielten Erbgut-Veränderung – Fachleute sprechen von Genom-Editierung. Dabei handelt es sich um molekularbiologische Anwendungen aus dem Bereich der sogenannten CRISPR-Cas-Methode, mit der einzelne Gene eingefügt, entfernt oder ausgeschaltet werden können (wir haben mehrfach berichtet). Eben diese Forschungsarbeit stand jetzt im Mittelpunkt eines Unternehmensbesuchs von Michael Meister (CDU).

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Der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung war mit seiner Parteifreundin Birgit Heitland, Stadtverordnete in Zwingenberg und hessische Landtagsabgeordnete, zu dem Forschungsunternehmen gekommen, um mit Dr. Michael Krohn, Leiter Forschung und Entwicklung sowie Mitglied der Geschäftsleitung, zu sprechen.

Krohn berichtete zunächst generell über die neusten Forschungsergebnisse aus dem Bereich der CRISPR-Cas-Methode und erwähnte dabei auch teure Rechtsstreitigkeiten in diesem Zusammenhang. Er erklärte schmunzelnd, wenn er nur einen Bruchteil der Anwaltskosten als Forschungsgeld zur Verfügung hätte, müsse er sich keine Gedanken über die Finanzierung der Forschung der nächsten Jahre machen. Wegen dieser Patentstreitigkeiten habe Brain Biotech auch nicht an der eigentlichen CRISPR-Methode weitergeforscht, die jetzt zu den Rechtsstreitigkeiten geführt hat, sondern nur in deren Umfeld.

Krohn führte aus, dass Brain hierbei nicht die Methode neu erfunden, sondern in der Natur vorhandene und methodisch vergleichbare Werkzeuge aufgespürt habe. „Diese sehr selten vorkommenden Abläufe haben wir dann analysiert und erforscht, ob diese allgemein auch auf andere Vorgänge anwendbar sind. Daraus haben wir dann sehr erfolgreich eine Technologie entwickelt, mit der einzelne Gene eingefügt, entfernt oder ausgeschaltet werden können“, so Krohn. Bundespolitiker Michael Meister sieht in dieser Methode Potenziale für die wissenschaftliche wie auch kommerzielle Nutzung im Sinne einer hohen Wertschöpfung für die Bioökonomie sowie die biobasierte Wirtschaft. So werde auch der Biotechnologiesektor des Standorts Deutschland gestärkt.

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Wissenschaftler Michael Krohn wies darauf hin, dass die Methode darüber hinaus für den medizinischen Bereich von enormer Bedeutung sei. Die Genom-Editierungs-Tests für weitere Anwendungsbereiche gehen weiter und ein Antrag auf Patenterteilung ist gestellt. Biologe Krohn sieht auch die wirtschaftliche Seite dieser Technologie. Der Markt für die Genom-Editierung biete sehr hohe Wachstumschancen. red

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