Kommunalwahl - Der Bergsträßer Anzeiger stellt die Spitzenkandidaten der Zwingenberger Parteien für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung vor / Heute im (Selbst-)Porträt: Karin Rettig (FDP) Mehr Treffpunkte für Menschen – und Hunde

Von 
Michael Ränker
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Karin Rettig, Spitzenkandidatin der FDP für die Kommunalwahl, hat zwei Lieblingsplätze in Zwingenberg: Den Stadtpark und die Altstadt – unser Bild zeigt sie zusammen mit ihrem Mischlingsrüden Otto am Marktplatzbrunnen. © Thomas Neu

Zwingenberg. Vier Parteien sind in der Zwingenberger Stadtverordnetenversammlung, deren aktuelle Legislaturperiode mit der Kommunalwahl am 14. März beendet sein wird, vertreten: CDU, FDP, GUD und SPD. Und eben diese Parteien bewerben sich erneut um Mandate, wollen in den nächsten fünf Jahren mit möglichst großen Fraktionen im Kommunalparlament mitregieren.

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Dazu haben sie Spitzenkandidaten auserkoren, die ihre Bewerberlisten auf dem jeweils ersten Platz anführen – dabei handelt es sich ausschließlich um Menschen, die schon seit vielen Jahren ehrenamtlich Kommunalpolitik im ältesten Bergstraßenstädtchen machen: Evelyn Berg (GUD), Regina Nethe-Jaenchen (SPD) und Karin Rettig (FDP) sowie Andreas Kovar (CDU)

Der Bergsträßer Anzeiger stellt das Quartett mit einzelnen Porträts vor, die mehr den (Privat-)Menschen und weniger den Politiker im Blick haben – über die politischen Programme berichten wir ja ohnehin.

Den Anfang machen wir heute mit Karin Rettig (63), die gegenwärtig nicht der FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung angehört, sondern als ehrenamtliche Erste Stadträtin im Magistrat mitarbeitet und Stellvertreterin des Bürgermeisters ist. Frau Rettig wurde in Jugenheim geboren; die Mutter einer erwachsenen Tochter ist geschieden und arbeitet als Pharmazeutische Technische Assistentin (PTA) in der Zwingenberger Apotheke Herms. Sie besitzt ein Haustier, nämlich einen Mischlingsrüden namens Otto.

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Seit mehr als 25 Jahren ist sie Mitglied der FDP, im Mai 2007 übernahm sie bei den Zwingenberger Liberalen den Parteivorsitz. Seit der Kommunalwahl 2016 ist Frau Rettig Erste Stadträtin, zuvor war sie Fraktionsvorsitzende der FDP in der Stadtverordnetenversammlung.

Der BA hat Karin Rettig gebeten, Antworten auf 30 Fragen zu geben, um sie besser kennenzulernen:

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Was ist für Sie das größte Unglück?

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Karin Rettig: Eine Krankheit mit langem Siechtum.

Was ist für Sie das vollkommene Glück?

Rettig: Die vielen schönen Momente im Leben, an denen einfach alles passt.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Rettig: Vergesslichkeit, hervorgerufen durch Arbeitsüberlastung, Arroganz gepaart mit Dummheit.

Ihre Lieblingstugend?

Rettig: Ehrlichkeit.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Rettig: Belogen und betrogen zu werden.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Rettig: Kleopatra.

Ihre Lieblingshelden?

Rettig: Die Helden des täglichen Alltags.

Ihre Lieblingsschauspieler?

Rettig: George Clooney, Henry Hübchen und Klaus Maria Brandauer.

Ihre Lieblingsschriftsteller?

Rettig: Theodor Storm, Ringelnatz, Heinrich Heine, Hermann Hesse.

Ihre liebsten Romanhelden?

Rettig: Effie Briest, Jane Austen.

Ihre Lieblingsmaler?

Rettig: Klimt, Monet, Rubens.

Ihre Lieblingskomponisten?

Rettig: Mozart, Vivaldi.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Rettig: Menschlich sein.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Rettig: Ein Haustier bei mir.

Ihr Hauptcharakterzug?

Rettig: Unbeschreiblich...

Ihr größter Fehler?

Rettig: Ungeduldig zu sein – mit mir und meinen Mitmenschen.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Rettig: Gutes zu essen, ohne dabei zuzunehmen.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Rettig: Ihre Geduld mit mir und meiner sprunghaften Denkweise. Dass sie mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Und dass sie ehrlich zu mir sind.

Welchen Sport treiben Sie?

Rettig: Ich schaue lieber den anderen beim Sport zu und versorge sie dann mit Schmerzmitteln.

Ihr Lieblingsspielzeug als Kind?

Rettig: Eine dunkelpigmentierte Puppe.

Ihre Lieblingsblume?

Rettig: Flieder.

Ihr Lieblingsgericht – und von wem gekocht?

Rettig: Schnitzel aller Art – der dazugehörige Koch muss nur gut kochen können.

Worüber haben Sie sich zuletzt besonders geärgert?

Rettig: Über die Borniertheit und den Egoismus meiner Mitmenschen.

Und worüber sehr gefreut?

Rettig: Das ernstgemeinte Kompliment eines sehr sympathischen Mannes.

Welche berühmte Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen?

Rettig: Sophie Scholl sowie die Zarin von Russland.

Sie dürfen eine Zeitreise antreten – wohin geht’s?

Rettig: Ins 19. Jahrhundert.

Ihr Lieblingsplatz in Zwingenberg?

Rettig: Die Altstadt in Kombination mit dem Stadtpark.

Ihr Wunsch für Zwingenberg?

Rettig: Zwingenberg möge sich seine Selbstständigkeit erhalten und nie seinen unwiderstehlichen Charme verlieren.

Was würden Sie konkret in Zwingenberg verändern, wenn Sie das alleine und ohne Sorge ums Geld entscheiden könnten?

Rettig: Ich würde bezahlbaren Wohnraum in einer begrünten Umgebung mit guter Infrastruktur errichten. Und ich würde die Jugendherberge kaufen und eventuell als städtisches Gebäude nutzen. Außerdem würde ich gerne einen Treffpunkt für Jung und Alt – ein Kulturzentrum oder ähnliches – schaffen und mehr kleine, begrünte Rückzugsorte zum Plaudern. Und natürlich eine große Hundespielwiese in Innenstadtnähe.

Redaktion