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Das geistliche Wort

Leerstand im Herzen ?

Gedanken über die Wohnungsnot

Von 
Andreas Mager
Lesedauer: 

„Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ Dieser Werbeslogan eines Möbelhauses ist mir am Tag der Wohnungslosen (11. September) in den Sinn gekommen. Doch Wohnen ist Leben, Möbel dagegen sind zweitrangig. Das Thema „Bezahlbarer Wohnraum“ betrifft längst nicht nur Wohnsitzlose, Geflüchtete oder Grundsicherung beziehende Menschen. Von den damit verbundenen und unzutreffenden Klischees abgesehen, ist bezahlbarer Wohnraum grundsätzlich schwer zu finden, besonders für Familien.

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Gewinnmaximierung

Traurig macht mich, dass im Landkreis viele Wohnungen, ja ganze Häuser einfach leer stehen. Manchmal ist Angst vor anstrengenden Mietern eine Ursache. Oftmals gründet der Leerstand jedoch darin, dass eine unliebsame Vermietung dem Verkauf der „Wohneinheit“ zu höchstmöglichen Preisen im Wege stünde.

© Andreas Mager / Privat

Wohnraum ist ein Grundrecht und kein Mittel zur maßlosen Bereicherung, wie uns der Caritassonntag am 18. September als eines der vielen Anliegen unserer Zeit vor Augen stellt.

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„Ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Das biblische Buch der Offenbarung (3,20) legt Christus diesen Satz in den Mund. Damit ist weniger die Tür zu einer Wohnung als vielmehr zu meinem Herzen gemeint. Ließe sich nicht mein Herz weiten beispielsweise für Geflüchtete unabhängig derer Herkunftsländer oder für Familien, die mit Blick auf die Energiepreise auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind? Ließe sich mein Herz öffnen für Menschen, die überhaupt von sozialer Not in diesen Tagen so sehr betroffen sind?

An die eigene Nase greifen

Hoffnungsvoll stimmt mich, dass manche tatsächlich Wohnraum Geflüchteten zur Verfügung stellen, ein Lächeln denen schenken, die am Straßenrand sitzen, bei den Tafeln anpacken. Hier steht Christus die Tür zum Herzen offen – ihm, der den Menschen sein Gesicht gibt, denen die sonst kein Ansehen genießen.

Noch ein Griff an die eigene Nase: Die Kirchen mit ihren mehr und mehr leerstehenden Pfarrhäusern könnten bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen, Caritas und Diakonie dabei helfen. Doch die Frage bleibt für alle: Wo kann ich persönlich die Tür zu meinem Herz öffnen und so etwaigen Leerstand darin mit Leben füllen? Bild: Privat

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