Kommunalwahl - Der Bergsträßer Anzeiger stellt die Spitzenkandidaten der Zwingenberger Parteien für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung vor / Heute im (Selbst-)Porträt: Regina Nethe-Jaenchen (SPD) Jugendherberge kaufen und zu Treffpunkt machen

Von 
Michael Ränker
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Regina Nethe-Jaenchen führt die Liste der Zwingenberger SPD für die Kommunalwahl am 14. März als Spitzenkandidatin an. Unser Bild zeigt sie auf dem „Balkon“ des Park- & Ride-Areals, der der Scheuergasse zugewandt ist. © Thomas Neu

Zwingenberg. In unserer vierteiligen Serie, mit der wir die Spitzenkandidaten der Zwingenberger Parteien präsentieren, die zurzeit in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sind und die sich erneut um Mandate bewerben, stellen wir heute im dritten und vorletzten Teil Regina Nethe-Jaenchen (SPD) vor.

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Die 65-Jährige ist seit 2010 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und seit 2013 Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten. Sie gehört dem Sozial-, Kultur- und Sportausschuss des Kommunalparlaments an und ist innerhalb des SPD-Ortsvereins Zwingenberg auch ehrenamtlich als zweite Vorsitzende engagiert.

„Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon ...

„Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Die gebürtige Dortmunderin ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Die promovierte Biologin arbeitet als wissenschaftliche Beraterin. Haustiere besitzt Frau Nethe-Jaenchen nicht.

Der BA hat Regina Nethe-Jaenchen gebeten, Antworten auf 30 Fragen zu geben, um sie besser kennenzulernen:

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Was ist für Sie das größte Unglück?

Regina Nethe-Jaenchen: Völlige Hilflosigkeit.

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Was ist für Sie das vollkommene Glück?

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Nethe-Jaenchen: Vollkommenes Glück ist ein unerreichbares Ideal. Glück erlebt man immer im Augenblick. Den zu erkennen und in Erinnerung zu behalten ist wichtig.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Nethe-Jaenchen: Die unabsichtlichen.

Ihre Lieblingstugend?

Nethe-Jaenchen: Aufrichtigkeit.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Nethe-Jaenchen: Hinterhältigkeit.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Nethe-Jaenchen: Da gibt es einige. Beispielsweise die Frauenrechtlerin Hedwig Dohm. Obwohl ihr in ihrem Elternhaus kaum Bildung zugestanden wurde, widerlegte sie in zahlreichen Artikeln mit Ironie und Scharfsinn die Ansichten vieler ihrer Zeitgenossen zur „naturgegebenen“ Unterlegenheit von Frauen. Einige ihrer über 150 Jahre alten Forderungen sind noch heute aktuell!

Ihre Lieblingshelden?

Nethe-Jaenchen: Mit dem Begriff „Held“ tue ich mich schwer. Ich bewundere Menschen wie Sophie Scholl und die vielen anderen mutigen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer.

Ihre Lieblingsschauspieler?

Nethe-Jaenchen: Schauspielerinnen und Schauspieler, die eine Figur lebendig und authentisch werden lassen, zum Beispiel Iris Berben, Helen Mirren, Maggie Smith, Judi Dench, Matthias Brandt oder Dustin Hoffman.

Ihre Lieblingsschriftsteller?

Nethe-Jaenchen: Neben Biografien historischer Frauengestalten lese ich gerne raffinierte Krimis wie die der französischen Archäologin und Schriftstellerin Fred Vargas.

Ihre liebsten Romanhelden?

Nethe-Jaenchen: In meiner Kindheit waren das vor allem Kalle Blomquist und seine Freunde. Heute auch Figuren mit einer dunklen Seite, zum Beispiel die hintergründigen Frauenfiguren in den Romanen von Ingrid Noll.

Ihre Lieblingsmaler?

Nethe-Jaenchen: Da bin ich nicht so festgelegt. Mir gefallen die Bilder von Claude Monet von seinem berühmten Garten.

Ihre Lieblingskomponisten?

Nethe-Jaenchen: Mir gefallen ganz unterschiedliche Epochen und Stile. Musik muss mich mitnehmen, das kann Beethoven sein, Puccini, Grieg, Leonard Cohen, John Lennon, Jim Morrison, Janis Joplin, Adele oder, oder...

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Nethe-Jaenchen: Lesen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Nethe-Jaenchen: Ich bin ich und möchte niemand anderes sein.

Ihr Hauptcharakterzug?

Nethe-Jaenchen: Ich will den Dingen auf den Grund gehen.

Ihr größter Fehler?

Nethe-Jaenchen: Ich kann (manchmal) ziemlich stur sein – angeblich typisch für Westfalen.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Nethe-Jaenchen: Zu erkennen, wem ich vertrauen kann – und wem nicht.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Nethe-Jaenchen: Zuverlässigkeit.

Welchen Sport treiben Sie?

Nethe-Jaenchen: Nordic Walking.

Ihr Lieblingsspielzeug als Kind?

Nethe-Jaenchen: Auch damals schon vor allem Bücher. Gespielt habe ich mit meinem Bruder und den Nachbarskindern meist draußen, wobei das Buch, das ich gerade gelesen habe, uns oft als Inspiration diente.

Ihre Lieblingsblume?

Nethe-Jaenchen: Sie muss duften.

Ihr Lieblingsgericht?

Nethe-Jaenchen: Pfefferpotthast, eine Spezialität aus Westfalen, von mir selbst gekocht. Mein Mann ist für Gulasch mit selbstgemachten Klößen zuständig, das esse ich auch sehr gern.

Worüber haben Sie sich zuletzt besonders geärgert?

Nethe-Jaenchen: Rücksichtslosigkeit.

Und worüber sehr gefreut?

Nethe-Jaenchen: Dass unser Familientreffen zu Weihnachten möglich war.

Welche berühmte Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen?

Nethe-Jaenchen: Michelle Obama – gerne mit ihrem Mann.

Sie dürfen eine Zeitreise antreten – wohin geht’s?

Nethe-Jaenchen: In die Vergangenheit meiner Familie. Da gibt es einige Vorfahren, die ich gerne kennengelernt hätte.

Ihr Lieblingsplatz in Zwingenberg?

Nethe-Jaenchen: Unser Garten an einem sonnigen Frühlingstag.

Ihr Wunsch für Zwingenberg?

Nethe-Jaenchen: Dass wir bald wieder unser Lieblingsrestaurant besuchen können.

Was würden Sie konkret in Zwingenberg verändern, wenn Sie das alleine und ohne Sorge ums Geld entscheiden könnten?

Nethe-Jaenchen: Die Jugendherberge kaufen und zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt machen.

Redaktion