AdUnit Billboard
Stadtplanung

Interessen aller Gruppen berücksichtigen

Lesedauer: 

„Jugend denkt – und Erwachsene haben Bedenken“, BA vom 25. Juli

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Obigen Artikel habe ich mit Interesse gelesen. Bedauerlicherweise konnte ich an der beschriebenen Veranstaltung nicht teilnehmen, stimme aber den Bedenken „einiger Anwohner“zu.

Mehr zum Thema

Museumszentrum

Neue Ausstellung in Lorsch zeigt Fotos von Bäuerlichen Lebenswelten

Veröffentlicht
Von
Nina Schmelzing
Mehr erfahren
Bildung

„Ich fühle mich wie der Trottel“

Veröffentlicht
Von
Carola Fuchs
Mehr erfahren

Offenbar hatte man die Jugendlichen gefragt, was sie „ an ihrer Stadt ändern würden, um sie attraktiver und zukunftsfähiger (!) zu machen“. Angesichts der klimatischen Herausforderungen unserer Zeit wundere ich mich darüber, dass „die Jugend“ (siehe „Fridays for Future“) sich offenbar nicht mit Begrünung und Schatten, mit klimafreundlicher, aufgelockerter Bauweise, mit Wasserversorgung, Erhaltung und Schutz des Waldes, mit einer Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur und Ähnlichem aufgehalten hat, sondern direkt auf das zusteuert, was ihr Spaß macht.

Verständlich – wir waren alle einmal jung. Warum der Lokalredakteur allerdings in mokantem Tonfall zwischen den Zeilen zu erkennen gibt, dass er die Jugend für fortschrittlich, und die Anwohner für Bedenkenträger hält, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die Interessen einer Stadtbevölkerung sind divers. Was den Weinbauern die Wasserversorgung ihrer Weinberge ist ( …mit letzten Resten unserer Wasserrechte…), den Bäckern ihre Parkplätze sind, der Jugend ihr Freizeitspaß ist, ist den genannten „Anwohnern“ ja vielleicht die relative Ruhe, die sie in ihren benachbarten Gärten zu finden hoffen, und um deren Erhalt bzw. Wiederherstellung sie sich jahrelang (Lärmschutzwand) bemüht hatten. Was ist daran falsch, und warum sollte das nicht auch berücksichtigt werden?

Die erwähnte Skateboard-Bahn wird für Lärm sorgen – nicht nur durch deren Benutzung, sondern auch durch das ganze jugendliche Drumherum. Ursprünglich war sie wohl am Ortsrand gelegen, ungestört und in Reichweite. Eine solche Lage sollte man wiederfinden.

Aufgabe der Politik ist es meines Erachtens nicht, eine Gruppe zu befriedigen, während man die andere benachteiligt. Für „die Presse“ gilt: Das Gegenüberstellen von Interessen und die einseitige Wertung derselben ist nicht hilfreich für den Zusammenhalt der Bevölkerung.

Michael Frohs

Zwingenberg

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1