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Aus der Nachbarschaft - Die Gemeinde Alsbach-Hähnlein investierte in die 2200 Quadratmeter große Fläche eine Million Euro / Mehr als 600 000 Euro stammen aus dem Förderprogramm „Hessenkasse“

Hähnleiner Marktplatz nach Neugestaltung freigegeben

Von 
red
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Bei einem Brunnenfest zur Freigabe des neuen Hähnleiner Marktplatzes erfolgte auch die Einweihung des Ernst-Gerhard-Brunnens. © Gemeinde Alsbach-Hähnlein

Alsbach-Hähnlein. „Darauf haben wir so lange gewartet.“ Mit diesen oder ähnlichen Worten kommentierten mehrere Hähnleiner jetzt die komplette Freigabe des Hähnleiner Marktplatzes, nachdem er in den vergangenen Monaten von Grund auf neu gestaltet wurde. Damit verschwanden nun auch die letzten Bauzäune, die in der Ortsmitte den frisch eingesäten Rasen schützen sollten.

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Doch im Mittelpunkt der kleinen Feier, zu der etwa 150 Bürger gekommen waren, stand an diesem Abend vor allem der neue Brunnen auf dem Marktplatz, der in Erinnerung an den ehemaligen Bürgermeister von Hähnlein „Ernst-Gerhard-Brunnen“ genannt wird. Gemeinsam mit Alt-Bürgemeister Fritz Ost, der direkter Amtsnachfolger von Ernst Gerhard war, weihte der amtierende Bürgermeister Sebastian Bubenzer den Brunnen ein.

Ernst Gerhard wurde 1904 geboren und 1946 zum Bürgermeister von Hähnlein gewählt. Dass der gelernte Schweißer, der vor seiner Amtszeit bei der Bahn arbeitete, äußerst beliebt war, zeigte sich schon in seiner Wiederwahl in den Jahren 1948, 1954, 1960 und 1966.

Unter seiner Führung wurde 1954 nicht nur das erste Dorfgemeinschaftshaus des Landkreises im Ortskern von Hähnlein errichtet. Auch die Entscheidung für die Hähnleiner Schule ist mit seinem Namen und dem seiner Mitstreiter verbunden. Manches, an dem er thematisch mitgewirkt hat, ist nicht einmal auf den ersten Blick zu erkennen: etwa der Bau der Hähnleiner Wasserleitungen. Ernst Gerhard starb am 15. Februar 1967 im Alter von 62 Jahren.

Über die Inbetriebnahme des Brunnens freuten sich nicht nur anwesende Nachkommen und Verwandte von Ernst Gerhard, sondern auch die Kinder. Denn schließlich bedeutete es auch, dass der vor kurzem freigegebene „Gaasemarkt“-Spielplatz, der über die Ortsgrenzen hinaus bereits auf viel positive Resonanz stieß, zu einem echten Wasserspielplatz aufgewertet wird. „Ihre Kinder wird es freuen“, erklärte Sebastian Bubenzer in Richtung der anwesenden Eltern.

Ein grüner Ortskern

Insgesamt zeigte sich Bubenzer froh und dankbar, dass so viele Menschen an der Verwirklichung der neuen Ortsmitte von Hähnlein mitgewirkt haben. „Manche haben ja schon gefrotzelt, dass wohl noch in 40 Jahren der Marktplatz von Hähnlein nur eine recht unattraktive Schotterfläche sein wird, die bestenfalls durch ein etwas schickeres Fahrzeug aufgehübscht werden kann“, betonte der Verwaltungschef.

Wer sich heute allerdings umschaue, sehe ein ganz anderes Bild: ein grüner Ortskern mit angrenzender Fläche für Festivitäten, dem Spielplatz und jetzt einem Brunnen, der sich gut in das gesamte Ensemble eingliedere.

Insgesamt wurde am Marktplatz auf der etwa 2200 Quadratmeter großen Fläche etwa eine Millionen Euro investiert, mehr als 600 000 Euro davon kamen aus dem Landes-Förderprogramm „Hessenkasse“.

„Mir ist durchaus bewusst, dass in öffentlichen Reden sehr oft von Meilensteinen gesprochen wird“, betonte Bubenzer. An diesem Punkt der Hähnleiner Ortsgestaltung sei dieser Begriff jedoch wirklich zutreffend. „Immerhin fühlt sich der Start der Diskussion über die Neugestaltung des Hähnleiner Marktplatzes, der fast 40 Jahre zurückliegt, aus heutiger Sicht nach einem Ultra-Marathon an.“ red

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