Pandemie - „Rorrer Babbelstubb“ und Ortsbeirat unterstützen Senioren / Überschaubare Resonanz / Neuauflage angekündigt Flott registriert – jetzt heißt es auf freie Impftermine zu warten

Von 
Eva Bambach
Lesedauer: 
Mitglieder der „Rorrer Babbelstubb“ und des Rodauer Ortsbeirats unterstützten am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus Senioren bei der Vereinbarung von Corona-Impfterminen. Unser Bild zeigt (v.l.) Julia Raab, Ortsvorsteher Horst Hölzel und Ortsbeiratsmitglied Steffen Müller. © Dietmar Funck

Rodau. Um 11.45 Uhr betrat der ältere Herr am Samstag das Rodauer Dorfgemeinschaftshaus, um 11.50 war der langwierigste Teil des Prozesses abgeschlossen: die Registrierung als impfberechtigte Person. Etwa fünf Minuten hatte es gedauert, bis alle Daten – Name, Wohnort, Geburtsdatum und Geschlechtszugehörigkeit – korrekt in das System eingegeben waren. Außerdem musste eine E-Mail-Adresse samt Passwort eingetragen werden, um jederzeit Zugang zur späteren Terminvereinbarung zu erhalten. Denn – das war keine Überraschung und schon zuvor bekannt – derzeit können mangels Impfstoff keine Impftermine vergeben werden. Doch wird sich die Lage in den nächsten Tagen wieder ändern.

AdUnit urban-intext1

Und hier liegt der große Nutzen des Rodauer Serviceangebots an alle Bürger des Zwingenberger Ortsteils, die das 80. Lebensjahr vollendet haben: Die Gemeinschaftsinitiative von Ortsbeirat und „Rorrer Babbelstubb“ hat eine Sammel-E-Mail-Adresse eingerichtet, unter der sie regelmäßig prüft, ob wieder Termine vergeben werden. In Absprache mit den Senioren wird dann schnell ein Termin beantragt und entschieden, ob der angebotene Termin passt oder ob um eine Alternative gebeten werden soll.

Doch schon im Vorfeld kann angegeben werden, ob man einen Termin unter der Woche oder am Wochenende bevorzugt. Auf diese Weise entfällt für die Impfberechtigten, die zum Beispiel über keinen eigenen Computer verfügen, die mühsame tägliche Abfrage per Telefon. „Wichtig bei der Registrierung ist es, die persönlichen Daten korrekt einzugeben, und zwar genau so, wie sie in dem Anschreiben stehen, das die Berechtigten vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport erhalten haben“, erklärten Ortsvorsteher Horst Hölzel und Steffen Müller, Mitglied des Ortsbeirats. „Und auf alle Fälle ist es sinnvoll, sich jetzt schon zu registrieren, auch wenn es noch keine neuen Termine gibt. Wenn es dann so weit ist, geht es umso schneller“.

Zur Vorbereitung auf das Angebot hatten die Veranstalter am vergangenen Mittwoch schon einen Testlauf absolviert und erfolgreich einen Impftermin für einen betagten Angehörigen beantragt und erhalten. In gut zwei Wochen wird die Person im Regionalen Impfzentrum Darmstadt zum ersten Mal geimpft und auch der zweite Termin wurde gleich mit festgelegt.

AdUnit urban-intext2

Auch wer sich lieber in Bensheim impfen lassen will, wenn das Impfzentrum dort seinen Betrieb aufgenommen haben wird, kann sich jetzt schon über das Internet registrieren. Unter den im Anschreiben genannten Adressen erhielt er am Samstag allerdings nur die Auskunft, dass es keine Termine mehr gebe, ohne die Möglichkeit der Registrierung. Diese war aber auf der Seite „Hessisches Serviceportal zur Impfung gegen das Corona-Virus“ möglich.

Durchdachtes (Hygiene-)Konzept

Die Nachfrage nach dem Impftermin-Service am Samstag war sehr überschaubar, wohl auch deshalb, weil bekannt war, dass es derzeit keinen verfügbaren Impfstoff gibt. Doch wird es das Hilfsangebot auch künftig wieder geben, bekräftigten auch Günter Kalscheuer und Julia Raab von der „Babbelstubb“ und Sascha Lisson als weiterer ehrenamtlicher Helfer.

AdUnit urban-intext3

Neben der Arbeit am Laptop setzten sie ein durchdachtes Hygienekonzept um:

AdUnit urban-intext4

Die Türen zum Dorfgemeinschaftshaus standen weit auf, regelmäßig sorgten offene Fenster für Durchzug und Tische und Stühle wurden gewissenhaft mit Desinfektionsmittel bearbeitet. Das Tragen von Masken war für alle selbstverständlich obligatorisch – und Platz für den erforderlichen Abstand gab es im Dorfgemeinschaftshaus mehr als genug.