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Wegzeichen - Wer nur den Anforderungen von Dritten genügen will, der wird auf Dauer unzufrieden mit sich selbst

Den eigenen Erwartungen gerecht werden

Von 
Markus Bissinger
Lesedauer: 
Loslassen und sich damit auf Erneuerung einstellen. Im Herbst erwarten wir, dass auch nach Kühle und kargen Tagen neues Leben erwacht. © Bissinger

Jeder Mensch trägt eigene Erwartungen in sich. Und an jeden von uns werden tagtäglich viele Erwartungen gestellt. Andere setzen ein bestimmtes Verhalten von uns voraus. Den Erwartungen von Dritten versuchen wir immer wieder gerecht zu werden. Und unsere eigenen Erwartungen verlieren wir dabei gerne aus den Augen. Letztendlich werden viele eigene Erwartungen gar nicht erfüllt.

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Wer hier nicht ins Leere laufen will, der muss sich der eigenen Erwartungen bewusst werden und sich fragen, was er wirklich will und was er sich erhofft. Schon allein an diesen Fragen scheitern viele. Wer seine Erwartungen kennt, der braucht den Mut, auch zu ihnen zu stehen, ihnen auch Vorrang zu geben. Erst dann, wenn ich mich um die eigenen Erwartungen kümmere, kann ich auch den Erwartungen anderer an mich besser gerecht werden.

Die Sehnsucht nach Erneuerung

Erwartungen sind eng verbunden mit unseren Sehnsüchten. Die einen sehnen sich nach Frieden, die anderen nach Gerechtigkeit, wieder andere an die Bewahrung der Schöpfung. Auch sehnen sich Menschen nach Wohlstand oder Gesundheit. Alles leidet. Letztendlich sehnen sich daher alle Menschen nach Erneuerung. Sie wollen, weil Glück und Heil nur schwer oder auch gar nicht zu erreichen sind, zumindest spüren, dass alles auf einem guten Weg ist.

Christen glauben an ein bereits angebrochenes Reich Gottes. Die Ankündigung des Reiches Gottes ist ein Kerngedanke von Jesus. Er sagt sogar: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Auch in der Zeit, in der der Gottessohn lebte, ließen sich große politische und soziale Hoffnungen nicht erfüllen. Und auch Gott erfüllt Erwartungen nicht schlagartig. Jesus zeigt aber auf, dass vieles, was dem Neuen entspricht, schon jetzt da ist und etwas dafür getan werden kann. Jesus verweist immer wieder darauf, dass das Reich Gottes schon angebrochen ist, dass die neue Zeit unmittelbar bevorsteht. Er ruft dazu auf, selbst für Erneuerung aktiv zu werden und damit das Bestehende zu wandeln.

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Dazu muss einiges aufgegeben und Bewährtes erhalten werden. Biblische Erwartung geht davon aus: Wahre Veränderungen müssen jetzt geschehen, sie gehen oft langsam – aber geschehen sie nach Gottes Wille, lassen sich durch nichts aufhalten.

Freier Autor Rubrik "Wegzeichen" in der Wochenendbeilage. Berichte zu den Themen Soziales, Gesellschaft und Kirche.

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