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Aus der Nachbarschaft - Knut Sturm referiert am 22. Mai ab 15 Uhr im Bürgerhaus Bickenbach

Das Lübecker Modell als Vorbild für den Bergsträßer Wald?

Von 
red
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Bickenbach. Die Ortsgruppe Seeheim-Jugenheim im Naturschutzbund Deutschland lädt gemeinsam mit dem Netzwerk Bergsträßer Wald für den 22. Mai, Sonntag, 16 Uhr, zu einem Vortrag von Knut Sturm ins Bürgerhaus Bickenbach ein. Thema ist die naturnahe Waldbewirtschaftung nach dem Lübecker Model. Der Eintritt ist frei. In einer Pressemitteilung heißt es:

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„Naturnahe Waldbewirtschaftung nach dem sogenannten Lübecker Modell wird bereits seit Mitte der 1990er Jahre erfolgreich umgesetzt. Auf insgesamt mehreren Tausend Hektar der Kommunalwälder Lübeck, Göttingen, Uelzen und weiterer Kommunen wurde die Bewirtschaftung der Wälder systematisch und konsequent den natürlichen Bedingungen entsprechend ausgerichtet.

Referenzflächen zum Vergleich

So kann seither mit einem Minimum an Arbeitskraft, Energie und Kapital ein optimales Ergebnis nach ökonomischen, sozialen und vor allem auch ökologischen Indikatoren erreicht werden. Dabei dienen sogenannte Referenzflächen – von direkten menschlichen Eingriffen ungestörte Lern- und Vergleichsflächen im Wald – als Vergleich, wie naturnah die forstwirtschaftliche Nutzung ist. Drei Indikatoren zeigen zudem die Zukunftsfähigkeit des Waldes an: Totholzanteil; Anteil der starken, alten Bäume; und das Ausmaß der Wertholzerzeugung. Diese Prinzipien lassen sich neben Kommunalwäldern auch auf Staats-, Privat-, Kirchwälder anwenden.

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Weitere Städte folgen

Einige große Städte in Deutschland haben in ihren Wäldern das Konzept des Lübecker Stadtwaldes übernommen: Berlin, München, Bonn, Saarbrücken, Wiesbaden und Hannover. Verschiedenen Umweltorganisationen wie Greenpeace, Robin Wood, der BUND und der WWF gilt das Lübecker Konzept als ,best practice’-Beispiel.“

Referent Knut Sturm ist seit 2010 Bereichsleiter im Stadtwald Lübeck und wird das Modell in seinem Vortrag näher erläutern und zeigen, wie man es für einen naturnahen Waldumbau der Wälder an der Bergstraße nutzen könnte. Er ist als einer der führenden Experten zum Thema naturnahe Waldbewirtschaftung Mitglied in zahlreichen Gremien in ganz Deutschland und international. Zusammen mit Lutz Fähser, seinem Vorgänger im Lübecker Stadtwald, hat er 2018 den renommierten B.A.U.M.-Umweltpreis in Darmstadt erhalten. red

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