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Geistliches Wort - Über Martin von Tours und Martin Luther

Begegnungen mit Gott

Von 
Silke Bienhaus
Lesedauer: 

Liebe Leserinnen und Leser! Nächste Woche sind zwei Martin-Gedenktage. Am 10. November 1483 wurde Martin Luther geboren. Seine Taufe war am Tag darauf und vermutlich deshalb wurde er nach Martin von Tours, der am 11. November 397 beerdigt worden war, benannt.

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Landauf, landab werden Kinder in der kommenden Woche mit ihren Laternen durch die Dunkelheit ziehen. Manche von ihnen begleitet von einem Reiter mit rotem Umhang. Er daran erinnert, dass der Soldat Martin sein Schwert nahm und seinen Mantel damit durchtrennte, um ihn mit einem am Straßenrand sitzenden Bettler zu teilen. Martin ließ sich von der Not des Armen anrühren.

Silke Bienhaus. © Bärbel Jakob

Dass davon noch heute erzählt wird, liegt aber nicht nur an der sozialen Tat, das Besondere ist vielmehr, dass Martin im Nachhinein erkannte, dass er Jesus Christus begegnet war. Die Legende erzählt, dass Martin Jesus Christus mit dem Mantelteil bekleidet im Traum erschien. Martin wird klar, was Jesus in seiner Endzeitrede (Matthäus 25, 35 bis 40) gesagt hatte: „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet (...). Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Die Begegnung mit Christus veränderte sein Leben. Er gab den Soldatendienst auf, erzählte von seinem Glauben, handelte danach und starb im hohen Alter als Bischof von Tours.

Ihr Glaube wirkt bis heute nach

Auch für Martin Luther wirkte die Begegnung mit Gott lebensverändernd. Er begegnete Gott beim Studium der Bibel. In der Auseinandersetzung mit den Schriften von Paulus erkannte er, dass nicht reine Pflichterfüllung oder Handeln, um zu gefallen, zu befreitem, sinnerfülltem Leben führen, sondern, dass es Jesus Christus selber ist, der sich Menschen zuwendet. Glauben zu können, trotz aller Unzulänglichkeiten geliebt zu sein, erlebt er als großes Geschenk, als Gnade. Aus diesem Glauben heraus findet er Kraft, sich gegen die damals vorherrschenden kirchlichen Machtstrukturen zu stemmen.

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Martin von Tours und Martin Luther – bis heute wirkt nach, wie sie ihren Glauben lebten. Nicht jede Gottesbegegnung geht in die Geschichtsbücher ein, aber sie kann Leben heilsam verändern. Jesus Christus klopft immer wieder an. Öffnen wir unsere Augen, Ohren und Herzen, um ihn zu erkennen. Ihnen allen eine segensreiche Woche.

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