Coronavirus - In Krisenzeiten ist Einfallsreichtum gefragt – auch beim Feiern eines 18. Geburtstags Autokorso statt klassischer Fete

Von 
Michael Ränker
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Weil in diesen Zeiten das Feiern rauschender Feste nicht möglich ist, gestalteten Familie und Freunde die Party zum 18. Geburtstag von Laura Coradill als Autokorso. © Michael Ränker

Zwingenberg. Außergewöhnliche Situationen erfordern bekanntermaßen außergewöhnliche Maßnahmen. Und was wäre außergewöhnlicher als die Gegenwart, in der das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren und an Covid-19 zu erkranken, unser Leben bestimmt – vor allem unser Zusammenleben?

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Das Versammlungsverbot verbietet Aufenthalte im öffentlichen Raum, sie sind nur zusammen mit Angehörigen, die im gemeinsamen Haushalt leben oder zusammen mit einer Person, die nicht im eigenen Haushalt lebt, gestattet. Unter diesen – nachvollziehbaren – Einschränkungen wird auch die Feier der Volljährigkeit – in der Regel Anlass für ein rauschendes Fest – unmöglich. Aber nicht, wenn man einen einfallsreichen und feierlustigen Familien- und Freundeskreis wie Laura Coradill hat, die am Sonntag 18 Jahre alt wurde:

Ab 14.30 Uhr gratulierten die Teilnehmer eines Autokorsos der jungen Zwingenbergerin, die an der Karlstraße lebt, im Vorbeifahren zum Geburtstag. Harald Germann hatte Tage zuvor im Geheimen organisiert, dass Familienangehörige und Freunde sich am Sonntagnachmittag zur Abfahrt mit ihren Pkw auf dem Melibokusparkplatz trafen – und er hatte dabei auch streng darauf geachtet, dass die Auto-Besatzungen den Regeln des geltenden Infektionsschutzes folgten: In den Fahrzeugen saßen ausschließlich „gemeinsame Haushalte“.

17 Fahrzeuge umrundeten zwei Mal das Coradill’sche Anwesen, um Laura zu gratulieren. Das nichtsahnende Geburtstagskind war kurz vor dem Startschuss für die Fahrzeugkolonne unter fadenscheinigen Gründen aus dem Haus und auf die Straße gelockt worden – und freute sich riesig über die gelungene Überraschung. mik

Redaktion