AdUnit Billboard
Aus der Nachbarschaft - Gemeindevertretung fasst Beschluss

Alsbach-Hähnlein will „Fairtrade-Town“ werden

Von 
red/mik
Lesedauer: 

Alsbach-Hähnlein. Seeheim-Jugenheim hat die Auszeichnung als „Fairtrade-Town“ vor wenigen Wochen zum dritten Mal erhalten (wir haben berichtet), die Zwingenberger Nachbargemeinde Alsbach-Hähnlein bewirbt sich nun erstmals um diese Zertifizierung. In der Juni-Sitzung der Gemeindevertretung Alsbach-Hähnlein haben die Parlamentarier einstimmig beschlossen, dem Gemeindevorstand mit Rathauschef Sebastian Bubenzer an der Spitze den Auftrag zu erteilen, sich um eine Teilnahme an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ des in Köln ansässigen Vereins „Trans-Fair“ zu bewerben.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Bestandteil des Beschlusses, der auf eine Initiative der CDU-Fraktion gefasst wurde, ist es auch, dass die Gemeinde ab sofort „wo immer möglich – bei allen Sitzungen der gemeindlichen Gremien sowie in der Verwaltung – Produkte aus fairem Handel oder regionale Produkte“ einsetzt. Solche Produkte sollen auch verwendet werden, wenn die Gemeinde entsprechende Waren als Geschenke oder als Anerkennungen benötigt.

Überdies soll eine Steuerungsgruppe gebildet werden, in der neben der kommunalen Verwaltung, den politischen Parteien und dem Einzelhandel auch Repräsentanten der Kirchengemeinden, der Vereine, der Schulen sowie aus Nichtregierungsorganisationen (NRO) mitarbeiten. Auch interessierte Privatpersonen können sich dort einbringen. Die Steuerungsgruppe wählt ein Lenkungsgremium, das auch die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt, heißt es in dem Beschluss der Alsbach-Hähnleiner Gemeindevertretung abschließend.

In Deutschland gibt es gegenwärtig 700 Fairtrade-Towns. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2000 Kommunen in insgesamt 36 Ländern, darunter neben Deutschland auch Großbritannien, Schweden, Brasilien und den Libanon. Seit über zehn Jahren können sich Kommunen in Deutschland im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne für einen gerechteren Welthandel einsetzen. „Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht, globale Verantwortung auf lokale Strukturen herunterzubrechen“, stellt der „TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt“ fest.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

„Kommunen gehören zu den wichtigsten Einkäufern im öffentlichen Raum. Wenn sie soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen, ändert das die Nachfrage am Markt gewaltig“, sagte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland). Schätzungen zufolge geben Kommunen jährlich etwa 175 Milliarden Euro für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen aus. red/mik

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1