Partnerschaftsverein - Wolfgang Lenz eröffnete die Boule-Saison auf dem Rondell beim Spielplatz Birkengarten Wegen Corona braucht jeder ein eigenes „Schweinchen“

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Norbert Weinbach
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Mit dem notwendigen Abstand untereinander schätzten die Spieler die Entfernung der Kugeln zu dem „Schweinchen“ genannten Ziel. © WEINBACH

Lorsch. Auch die Mitglieder des Lorscher Partnerschaftsvereins, die gerne Boule spielen, litten bisher unter den Auflagen der Corona-Krise. Im Zuge der Lockerungen durfte jetzt aber wieder mit dem notwendigen Abstand gespielt werden. Deshalb hatte Spielleiter Wolfgang Lenz, der auch aktiver Spieler beim Petanque-Club Groß-Rohrheim ist, die Mitglieder zu einem ersten Treffen eingeladen.

Regelmäßige Termine

Der Lorscher Partnerschaftsverein lädt alle zwei Wochen mittwochs um 17 Uhr auf den Platz am Birkengarten zum Boulespielen ein, das nächste Mal am 27. Mai.

An den übrigen Mittwochterminen steht ebenfalls um 17 Uhr Training mit Spielleiter Wolfgang Lenz auf dem Programm. Dabei soll es immer um ein ganz bestimmtes Lernziel in Sachen Boule gehen. Diese könne für die einzelnen Teilnehmer aber auch individuell unterschiedlich sein.

Am 4. Oktober soll um 14 Uhr eine Vereinsmeisterschaft ausgetragen werden. ml

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Ein Dutzend Frauen und Männer ließ auf dem Rondell des Spielplatzes Birkengarten die Stahlkugeln fliegen und rollen. Die Stadt hatte diese Anlage eigens für diesen Zweck herrichten lassen. Gespielt wird mit verschieden gezeichneten Stahlkugeln, die unterschiedlich groß und schwer sein dürfen. Dabei wird zunächst eine Zielkugel, die auch „Schweinchen“ genannt wird, geworfen – zwischen sechs bis zehn Meter weit. Danach werden die Kugeln möglichst nah an dieses Schweinchen „gelegt“.

Da immer mindestens zwei Teams gegeneinander spielen, ist es wichtig, die eigenen Kugeln möglichst dicht und nah vor dem Schweinchen zu platzieren. Das erschwert der gegnerischen Mannschaft dann, selbst möglich nah an das Ziel heranzukommen. Liegen mehrere Kugeln nah bei dem Ziel, besteht die Möglichkeit, eine oder zwei Kugeln des Gegners zu „schießen“. Dabei wird eine Kugel gezielt geworfen, dass sie die Kugel der Gegenseite trifft und diese dann vom Ziel wegspritzt. Es kommt immer auf die Taktik an, welche Art von Wurf angewendet wird.

In Lorsch standen die zwölf Teilnehmer zunächst im gehörigen Abstand zueinander im Rondell und Wolfgang Lenz informierte sie, wie die Hygieneregeln beim Spiel einzuhalten sind. Dazu gehört auch, dass beim Wurf des Zielkügelchens immer das eigene „Schweinchen“ benutzt wird, dass beim Abschätzen oder Messen der Entfernung immer nur mit dem eigenen Zollstock gemessen wird und dass nach einem Durchgang die eigenen Kugeln immer nur einzeln aufgenommen werden dürfen. So konnten die Corona-Vorgaben eingehalten werden.

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Alle Anwesenden wärmten sich zunächst selbst mit ein paar Würfen auf, bevor das eigentliche Spiel begann. Gewonnen hatte, wer zuerst 13 Punkte erreichte.

Anhand der mitgebrachten Kugeln hatte Wolfgang Lenz Mannschaften zusammengestellt. So entstanden zunächst Dreier Teams, die eine sogenannte „Triplette“ spielten, bei der jeder Spieler zwei Kugeln zur Verfügung hat.

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Im zweiten Durchgang nahmen noch zehn Spieler teil, so dass die Teams eine „Doublette“ spielten, bei der jeder Spieler drei Kugeln nutzt. Die Zusammenstellung der Mannschaften zeichnete sich dadurch aus, dass Anfänger und Fortgeschrittene wahllos zusammenfanden und es damit zu interessanten Paarungen kam. Knapp zwei Stunden wurde immer mit Blick auf den notwendigen Abstand, aber dennoch viel Spaß gespielt.

Freie Autorenschaft Seit mehr als 40 Jahren als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen aktiv, Fotograf und Berichterstatter, im Regelfall waren/sind es Zeitungen die dem BA oder ganz früher, mit dem Echo verbunden waren. Berichterstattung meistens über Lorscher Vereine und Organisationen, früher auch Sport.