Fest bei Muli Mucki - Diakon Andreas Debus besprengte Tiere mit Weihwasser / Kunst, Krempel und Tombola Segen auch für drei Schildkröten

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Diakon Andreas Debus segnete beim Fest in der Biengartenstraße auch drei kleine griechische Landschildkröten. © WEINBACH

Lorsch. Zu einem Fest mit Muli Mucki und seinen Freunden hatte Pia Fischer, Besitzerin von fünf Grautieren, in die Lorscher Biengartenstraße eingeladen. Zahlreiche Menschen kamen – auch wegen des Wortgottesdienstes mit Diakon Andreas Debus und der anschließenden Segnung von Tieren.

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Und so hatten einige Besucher ihre Hunde mitgebracht, eine Teilnehmerin wollte ihre drei kleinen griechischen Landschildkröten segnen lassen und der kleine Noah hatte eine winzige maurische Schildkröte mit dem Namen Momo dabei. Auch sie sollte gesegnet werden. Ein Mädchen wollte sein Plüschtier segnen lassen. Das alles ermöglichte der Diakon. Mit Kessel und silbernem Wedel ging er von Tier zu Tier und besprengte diese mit Weihwasser und wünschte ihnen und ihren Besitzern Gottes Segen.

Geschmunzelt hatten einige Zuschauer, als Andreas Debus zu den Tieren im Gatter kam. Anlass war die Frage eines Mädchens: „Warum macht der den Esel nass?“

Vor der Tiersegnung hatte Pia Fischer die Gäste begrüßt und an den heiligen Franziskus erinnert, den Patron der Tiere. Seine Figur stand vor dem Altar. Diakon Andreas Debus, der die Lieder des Gottesdienstes auf der Gitarre begleitete, sprach davon, dass es um den Frieden in der Welt gehe. Die Artenvielfalt der Tiere sei ein wunderbares Zeichen der Natur. Sie alle seien Geschöpfe Gottes. Ihre Erhaltung liege in der Hand der Menschen.

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An einigen Stände konnten die Besucher „Kunst und Krempel“ erwerben. Riesig erschien der Umsatz auf den ersten Blick allerdings nicht zu sein. Kinder hatten die Möglichkeit, sich das Gesicht schminken zu lassen. Pia Fischer bot Einiges an, was einen Bezug zu ihren Langohr-Tieren hat: Plüschesel, Holzesel, Eselkalender, Eselfotos und einiges mehr. Auf drei Bildwänden gab es Fotos und Zeitungsartikel über frühere Aktionen. Bei einer Tombola gab es 300 Preise zu gewinnen.

Stärken konnte man sich mit Suppen, sowie mit Kaffee und Kuchen. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf und die Einnahmen der Tombola wurden für Projekte von Pater Josef gespendet. Der Geistliche aus Kerala in Südindien war 1982 als Pfarrer-Vertreter in Lorsch gewesen und hatte sich mit der Familie Brunnengräber angefreundet. Die unterstützte ihn immer wieder in seiner Heimat. Gerade jetzt, nachdem die Menschen dort von einer Flut heimgesucht wurden und davor geflüchtet seien, sei die Not besonders groß, erklärte Gerda Brunnengräber. ml