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Junge Familien

Schülerbetreuung in Lorsch gefragt wie nie

Von 
Nina Schmelzing
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Lisa Drax (r.) hat mit dem Mütterzentrum die Regenbogengruppe eröffnet. © Mütze

Lorsch. Vor 20 Jahren noch bildeten Eltern, die Schülerbetreuung in Lorsch in Anspruch nahmen, nur eine kleine Gruppe. Das hat sich längst geändert. Kinder, die nach dem Unterricht an der Schule bleiben, sind heutzutage in der Mehrheit. Allein das Angebot beim Betreuungsverein an der Wingertsbergschule ist schnell auf acht Gruppen gewachsen – kann den steigenden Bedarf der Familien seit geraumer Zeit aber trotzdem nicht mehr decken. Die Ehrenamtlichen sind mit dem Verein an der Kapazitätsgrenze angelangt. Eltern, die leer ausgingen, hatten daher im Sommer mobil gemacht und Verbesserungen gefordert, nachdem zunächst viele Absagen verschickt worden waren.

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Ihr Protest wurde gehört, die Lage hat sich entspannt. Denn zusätzlich zu der neunten Betreuungsgruppe, die seit einigen Jahren vom Familienzentrum Bensheim getragen wird, hat vor einigen Wochen eine zehnte Gruppe den Betrieb aufgenommen. Das Lorscher Mütter- und Familienzentrum „Mütze“ hat sie gegründet.

In der Nibelungenstube daheim

Der Verein unter Vorsitz von Lisa Drax sprang auch auf Bitten und mit Unterstützung der Stadt Lorsch ein und half, die Notsituation für die Grundschüler zu beenden. Die neue „Regenbogengruppe“ ist nun in die früher gastronomisch genutzten Räume der ehemaligen Nibelungenstube am Wingertsberg eingezogen.

Die jüngste Betreuungsgruppe für die Lorscher Grundschüler bietet Platz für 25 Kinder – und 24 Plätze sind derzeit bereits belegt. Vier Mitarbeiter, in Voll- und Teilzeit, kümmern sich, in unmittelbarer Nähe zur Schule, um sie. Die Stadt hat die Räumlichkeiten, die passend umgestaltet wurden, kostenfrei zur Verfügung gestellt. Bei schönem Wetter nutzen die Kinder auch das Freigelände davor zum Spielen. Gestern zum Beispiel wurde an einem Tisch draußen gemeinsam gemalt.

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Gut aufgehoben sind die jungen Lorscher in der Regenbogengruppe nach dem Unterricht jeweils von 11.25 bis 14 Uhr. Mittagsversorgung gehört dazu. Das Essen für die Kinder kommt von einem Caterer.

Die Kosten für die Betreuung und das Mittagessen orientieren sich an den Beträgen des Betreuungsvereins der Wingertsbergschule. Dieser bietet Familien sogar drei unterschiedliche Betreuungsmodelle an – vom kurzen Aufenthalt bis 13.10 Uhr bis zu einer Betreuung bis 16.30 Uhr reicht die Auswahl dabei. Zwischen 65 und 141 Euro müssen Eltern monatlich für die Betreuung zahlen.

Zwei Frauen, die mit ihrer Arbeit sehr dazu beigetragen haben, dass die Schülerbetreuung in Lorsch einen ausgezeichneten Ruf genießt, wurden jetzt vom Betreuungsverein unter Vorsitz von Dirk Braun geehrt. Patricia Wachtel und Angelika Thoma-Leister sind von Anbeginn an dabei und kümmern sich seit bereits je 20 Jahren um Betreuungskinder. Erzieherin Patricia Wachtel leitet die Maulwurfgruppe, Thoma-Leister ist in der Spinnengruppe tätig. Braun sprach den Frauen, beide selbst Mütter, großen Dank für ihre pädagogische Tätigkeit aus. Er hob auch die erfreuliche Stabilität für die Gruppen hervor, die Wachtel und Thoma-Leister mit ihrer langjährigen Erfahrung ermöglichen.

Zukunft des Vereins offen

Wie lange die Schülerbetreuung in der jetzigen Form bestehen bleibt, ist offen. Im kommenden Schuljahr soll, so die Planung in Lorsch, ein neuer Träger die Betreuung übernehmen und sie dann für alle Kinder, die angemeldet werden, sicherstellen. Der Betreuungsverein werde sich an der Ausschreibung nicht beteiligen, hieß es zuletzt vom Vorstand. Ob sich der Verein dann nach der Übergabe auflöst, wird eine Mitgliederversammlung entscheiden.

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Zunächst nur für ein Jahr

Wegen des angestrebten Wechsels ist auch die Regenbogengruppe zunächst nur auf ein Jahr angelegt. Die Schule wolle sich dann einem Programm des Kreises Bergstraße anschließen, das die Betreuung komplett abdeckt, heißt es auch von dort.

Redaktion

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